Splügenpass

 

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12. Februar 2013

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Splügenpass

geöffnet

Passhöhe

von - nach

Länge

GPS - Koordinaten

Juni - Oktober

2.118m

Splügen Dorf (CH) - Chiavenna (I)

41 km 

N 46°30´00”    E 009°19´50”

Detailkarte  detaillierte Paßkarte

Bildersammlung  Photos zum Paß

 

Detailkarte  Google Maps Karte

Panorama Splügenpass

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Um von der Nordseite, also von der Schweiz, vom Rheintal aus zum Splügenpass zu gelangen, wählt man am südlichen Ende von Thusis im dortigen Kreisverkehr gegenüber der MIGROS die alte San Bernardino Pass Strasse durch die Via Mala. Kaum abgebogen, wird man sofort von der engen Schlucht eingefangen. Seitlich über eine breite Trasse rauscht der Schnellverkehr in Richtung Tessin und Italien an uns vorbei, während wir durch mehrere in den Fels gehauene Tunnel auf der alten Pass Strasse kurz darauf die Via Mala erreichen. Eine tiefe Schlucht, welche der Hinterrhein über viele Jahrtausende eingeschnitten hat, empfängt uns. Über alte Steinbrücken folgt die Strasse stetig dem Hinterrhein durch die Roflaschlucht weiter bergan, um dann bei Sufers am Stausee auf einer Hochebene wieder aufzutauchen. Die alte Pass Strasse hat hier oben zeitweise nur noch die Breite von einem PKW. Durch Wälder geht es in engen Kurven weiter bergauf, bis die Ortschaft Splügen Dorf erreicht ist.

Splügen Dorf ist der eigentliche Einstieg zum Splügen Pass und gehört als Hauptort des Rheinwalds zu den schönsten Dörfern Graubündens. Der geschichtsträchtige Ort verlor 1882 mit der Eröffnung der Gotthard Bahn seine Bedeutung als Pass Ort und als 1940 auch noch das Stauseeprojekt Rheinwald am Widerstand der Bevölkerung scheiterte, versank er beinahe in die Bedeutungslosigkeit. Erst im Jahre 1973 mit der “Schoggi Taler Aktion”, deren Erlös in diesem Jahr der Sanierung des Ortes zu Gute kam, blühte Splügen wieder auf und es entstand das heutige Dorfbild. Das Dorf wurde wieder in seinen Urzustand versetzt und die alten Holzhäuser begleiten noch lange unseren Blick, während wir uns links des Rheins am Hang, Kehre für Kehre nach oben winden.

Am Ende des Hanges biegt die Strasse rechts in eine kleine Felsschlucht ein und folgt dem Sturtzbach bis die Tanzaalp erreicht wird. Die Strasse überquert die Tanzaalp um dann am Ende der Hochebene in ein Feuerwerk von Serpentinen einzutauchen. Wie eine Schlange windet sich der Weg am baumlosen Hang rechts bergauf. Kehre um Kehre führt die Strasse nach oben und erreicht kurz vor der Passhöhe ein Hospiz mit Gaststätte und den schweizer Grenzübergang. Verschlafen geht es hier zu und seit die Schweiz am 12. Dezember 2008 dem Schengen Abkommen beigetreten ist, fragt hier kein Zöllner mehr “ Hänt se ebbis ahzmelde?”. Ein paar Serpentinen weiter, vorbei an einer alten Lawinengalerie, erreichen wir ein trostloses Betongebilde, denn italienischen Grenzübergang.

Von hier führt die Strasse in wenigen Serpentinen hinab zum Stausse, flankiert von verrosteten Leitplanken und wir erreichen das kleine, verschlafene Örtchen Montespluga. Wenn das Wetter es hergibt lohnt es sich kurz anzuhalten, vor einem der kleinen Restaurants Platz zu nehmen und einen Espresso zu geniessen, während der Verkehr direkt vor einem langsam vorbei rollt. Die Aussicht dabei mit den Bergen und dem Stausee ist schon toll. Wir folgen dann, links vorbei am Stausee der Strasse bis vor zur südlichen Staumauer, wo sich der Weg weiter kurvend in endlosen Serpentinen und Lawinentunneln verliert um dann vor Pinazzo eine wichtige Entscheidung abzufordern.

Links, durch Pinazzo hindurch führt die “alte” Splügenstrasse durch sehr enge in Fels gehauene Kehrentunnel. Diese Strecke ist für LKW und Wohnmobile gesperrt und fahrerisch eine kleine Herausforderung. Hier ist Vorsicht geboten, zumal die Tunnel lediglich Platz für eine PKW Breite bieten und im Tunnel meistens eine Kehre oder Kurve eingebaut ist. Idealerweise fährt man die “alte” Strecke von Süd nach Nord, also von Chiavenna hoch kommend. Bergab ist die Strecke nicht so flüssig zu fahren.
Fährt man rechts weiter, der etwas breiteren Strasse folgend, so kommt man durch den landschaftlich wesentlich schöneren Teil des Splügenpasses, vorbei an einem tiefblauen kleinen Stausee und einer Schlucht, um dann bei Campodolcino wieder auf die “alte” Strasse zu stossen. Wir empfehlen immer - bergab rechts die Strecke, bergauf die “alte” Strasse zu wählen.

Ab Campodolcino folgt ein Dorf dem Anderen, der Verkehr nimmt typisch italienisch zu und ehe man sich versieht ist Chiavenna erreicht. Im Kreisverkehr in Chiavenna befindet sich das südliche Ende der Splügen Pass Strasse. Direkt links am Kreisverkehr findet man dann eine kleine Bar mit Eiscafe, an der die Motorräder links in Sichtweite abgestellt werden können um ein leckeres italienisches Eis zu geniessen, während man dem bunten Treiben im Kreisverkehr grinsend zuschaut. Ist halt Italien. Links hinauf führt dann der Weg zum Malojapass und dem Engadin, also zurück in die Schweiz, geradeaus erreicht man die Oberitalienischen Seen und kann eine Route über den Monte Ceneri und den San Bernardino zurück in die Schweiz nach Splügen planen. Dies sollte man jedoch im Ferienmonat August bleiben lassen. Dann sind die Strassen an den Seen verstopft.

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