St. Gotthard
Pass

 

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15. Februar 2013

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Schweiz

St. Gotthardpass

geöffnet

Passhöhe

von - nach

Länge

GPS - Koordinaten

Mai - Oktober

2.108m

Andermatt - Airolo

27 km 

N 46°33´21”    E 008°34´01”

Detailkarte  detaillierte Paßkarte

Bildersammlung  Photos zum Paß

 

Detailkarte  Google Maps Karte

Gotthard Pass Passhöhe

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Der Gotthardpass, so benannt nach Godehard, Bischof von Hildesheim (960 - 1038). Im Jahre 1236 erscheint der Pass und der Name des Heiligen zum ersten Male in der Geschichte. Ein Bremer Bedediktiner beschliesst in jenem Jahre nach Rom zu reisen um vom Papst ein Sündenerlass zu erbitten. Auf der Rückreise führt der Weg über Bellinzona, Airolo, Hopental und Luzern. In diesem 13. Jahrhundert fällt der Name Gotthardpass im Zusammenhang mit dem “König der Pässe. Natürlich haben die Einheimischen aus den Urkantonen den Übergang schon früher benutzt, erwähnt wird er aber geschichtlich erst ab diesem Jahrhundert.Andermatt mit Furka-Oberalp Bahn

Der eigentliche Pass entsteht, als im oberen Teil der heutigen Schöllenenschlucht eine Brücke über den Fluss Reuss gebaut wird. Die Teufelsbrücke, damals eine klapprige Holzbrücke, brachte den internationalen Verkehr in Schwung und zu beiden Seiten des Passes entstanden Handelsgesellschaften. Diese Saumgenossenschaften wurden sehr schnell sehr mächtig und begannen sich mit den Fürstenhäusern anzulegen. Banden etablierten sich alsbald und nahmen den Reisenden Brückengebühren ab.

Später dann fuhren die Reisenden mit der Bahn bis Göschenen und wurden dann mit erfahrenen Säumern über den Pass gebracht. Am 27. Juli 1775 endlich ist die erste Gotthardüberquerung in einem Fuhrwerk dokumentiert. Ein Engländer gönnte sich das Vergnügen für einen hohen dreistelligen Betrag. Dazu wurde erstmals eine Art Fahrweg mit zwei Spuren aus runden Steinen erbaut, welcher im gleichen Jahr wieder von einer Lawine weggerissen wurde.

Der erste Eisenbahntunnel wird am 29. Februar 1880 um 11.15 durchstossen.Zwei Jahre später, am 1. Juni wird der grosse Gotthard Eisenbahntunnel offiziell eröffnet. Der Bau wird begleitet von blutigen Arbeiteraufständen, tödlichen Unfällen und der Tunnelkrankheit. Der Granitstaub hinterlässt in den Lungen der Arbeiter tödliche Spuren. Viele werden krank, spucken Blut und erleben die Fertigstellung des Bauwerkes nicht mehr.

Der Gotthard wird auch als Festung ausgebaut. Gott sei Dank sind die Zeiten des kalten Kriges vorbei und die Festung löst sich langsam auf und wird in Wellness Hotels umgewandelt. Im Jahre 1886 wird die erste Festung begonnen und viele Geheimnisse ranken um die Bauwerke. Kilometrlange Gänge, Aufzüge, Bunker, Kanonenstände und Hospitäler liegen im Fels versteckt. Ein aufmerksamer Reisender entdeckt daher immer wieder hier und dort eine Kaserne, eine Luke, einen Unterschlupf oder eine Pforte im Fels. Hinschauen lohnt sich.

Nach dem ersten Strassentunnel in den siebziger Jahren durch den Gotthard, welche sich schnell als die meist befahrene Südtangente entwicklete, wird am Gottgard wieder gebohrt. Die Alpentransversale wird gebaut. Ein gigantisches Tunnelwerk mit mehreren Angriffen. Es lohnt sich an den einzelnen Stationen das Motorrad abzustellen und in den Ausstellungsgebäuden die Werbetafeln und Fakten zu sichten. Ein gigantisches von Menschnehand erschaffenes Werk, welches noch einige Jahre im Bau sein wird.
Die Teufelsbrücke über die Reuss

Die meisten Motorradfahrer biegen dann in Airolo entweder ab zum Nufenen, oder begeben sich auf die Autobahn in Richtung Bellinzona. Leider verpassen sie dann ein wesentliches Stück des alten Gotthard. Die alte Strasse führt parallel zur Autobahn und Schiene bis nach Biasca, wo man dann leicht nach links zum Lukmanierpass abbiegen kann.(Abzweig GPS N46°21´38” E008°57´22”). Nun, parallel zur alten Passtrasse gibt es die neuere, die seit dem Tunnel nur noch eine Rolle spielt, wenn mal wieder Stau ist.

Nur dann wagen viele Autofahrer den Weg über den Pass. Für Motorradfahrer ist jedoch, vom Süden her kommend, die neue Passtrasse die erste Wahl. Gut ausgebaut, 1a Belag, gleichmässige Kurven, tolle Aussicht. Oben am Pass angekommen öffnet sich der Blick auf ein Hochplateau mit dem Hospiz und einem Museum. Töff Treff ist angesagt. Abwärts geht es weiter auf der neuen Passtrasse in Richtung Andermatt, da die alte Passtrasse nur noch in Bruchstücken vorhanden ist. An Andermatt vorbei, in die Teufelsschlucht wird die Strecke wieder interessant. Serpentine an Serpentine geht es abwärts, begleitet von sprudelden Wassern und der Bahn, die wie eine Lakritzstange am Hang klebt.

Interessante regionale Links zum St. Gotthard Pass