Brixen
Bressanone

 

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22. Februar 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brixen - Altstadt mit Arkaden und Dom

 

Brixen (ital. Bressanone) ist auf alle Fälle eine Stadt die man nicht auf seiner Reiseliste vermissen sollte. Eine herrliche kleine Altstadt mit Arkaden zum Flanieren, ein grosser Domplatz mit Dom und ganz wichtig - der Kreuzgang rechts neben dem Dom. Das alles lohnt einen Abstecher während einer Motorradtour. Man sollte sich dann auch die Zeit nehmen und in einem der vielen Strassenkaffees einen Kaffe mit frischem Apfelstrudel zu genießen und anschliessend in Ruhe durch die Arkaden zu bummeln und die Schaufensterauslagen zu begutachten. Das Motorrad kann ohne große Probleme am Rande der Altstadt auf den vielen 2-Rad Parkplätzen sicher abgestellt werden.

Domplatz in BrixenHier nun noch ezwas geschicktliches zu Brixen. Seit der Steinzeit siedelten ununterbrochen Menschen Im Brixner Talkessel und an seinen Mittelgebirgshängen; hier entwickelten rätischen Stämme um 500 v.Ch. die formvollendete Mellauner Kultur, um die Zeitenwende siedelten neben den Rätern auch die Römer an der Via Claudia Augusta bis um 590 die bajuwarische Landnahme erfolgte.

Mit der Gründung des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nationen wuchs die Bedeutung der Kaiserstrasse über den Brenner nach Rom. Der seit dem 5. Jh. bestehende Bischofssitz von Säben wurde Ende des 10. Jahrhunderts nach Brixen verlegt, das 901 König Ludwig IV. das Kind dem Bischof Zacharias von Säben geschenkt hatte. In der Folgezeit machten reiche Schenkungen der Kaiser den Bischof von Brixen zum mächtigen Schützer der Kaiserstrasse, dessen Einfluss Ende des 10 Jahrhunderts sich über das Inn-, Eisack- und Pustertal erstreckte.

Dadurch hatte Brixen im Hochmittelalter als Hauptstadt "des Landes im Gebirge" reichspolitische Bedeutung erlangt. Die teilweise erhaltenen Baudenkmäler jener Epoche mit deren Kunstschätzen geben heute noch davon Zeugnis. Seit dem 13. Jahrhundert nahmen die Vögte der Brixner Bischöfe, die Grafen von Andechs, Tirol und Görtz ihnen die weltliche Herrschaft ab und es entstanden die Grafschaften Tirol und die Vordere Grafschaft Görz; den Bischöfen blieb nur mehr ein Streubesitz bis zur Säkularisierung der geistlichen Reichsfürstentümer im Jahr 1803.

Als die Stadt 1803 dem österreichischen Kronland Tirol einverleibt wurde und die eigene Landeshoheit verlor, kam die Stadtentwicklung beinahe zum erliegen, bis nach Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Bau der Eisenbahn über den Brenner und dem Beginn des Fremdenverkehrs ein neuer Aufschwung einsetzte. Dieser erfuhr in der 1. Hälfte des 20.Jahrhunderts durch dei beiden Weltkriege und die totalitäre Besetzung Rückschläge, führte aber seit der erwobenen Landesautonomie 1948 und 1972 in allen Sparten der Wirtschaft und Kultur zu neuem Wohlstand.

Brixens rund 18000 Einwohner leben heute haubesächlich vom Handel und Tourismus. Aber auch die Bildung spielt eine bedeutende Rolle, da neben einer Fakultät der Freien Universität Bozen und der Theologischen Hochschule noch eine Vielzahl von Schulen in der Stadt angesiedelt sind.

 

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