|
|
|
|
|
|
|
|
HOLUX GPS - Datenlogger |
|
Warum benötigt man neben einem guten GPS Navigationssystem eigentlich noch einen GPS Datenlogger? Ist das nicht
überflüssig, da doch ein Navigationssystem diese Funktionen alle schon integriert hat? Eine berechtigte Frage. Erhebt
man den Anspruch auf einer Motorradtour lediglich die Track mitzuschreiben und diese dann eventuell mit den Freunden
zu tauschen oder in einer Internetplattform zu publizieren, kann dies durchaus absolut ausreichend sein. Voraussetzung
ist jedoch, dass die Trackingfunktion im Navigationssystem sich einfach bedienen lässt. Dies ist eine berechtigte
Forderung, hatten doch schon während einer Funralley etliche Navigatoren mit Ihrem Gerät regelrechte
Konfigurationskämpfe ausgefochten die dazu führten dass ein paar Unglückliche nach der Tour mit einem leeren Track
zur Wertung auftauchten, bzw. die Track nicht die nötige Auflösung oder zu grosse “Löcher” aufwies.
Der Überlegung liegt also mindestens ein absolut wichtiges Argument zugrunde.
EINFACH muss es sein. Als weitere Option sollte das Gerät eine wesentlich höhere EMPFINDLICHKEIT des GPS Empfängers aufweisen, es einfach in der
Hosentasche Platz finden und es sollte auch in Räumen in Fensternähe funktionieren. Warum das denn? Wir fahren doch
keine Motorradtouren durch Kneipen - nein, sicherlich nicht. Aber wenn der Datenlogger dort noch funktioniert, dann
funktioniert er auch noch in der Lawinengalerie am Sankt Gotthard Pass zwischen Göschenen und Andermatt, wo viele der führenden Marken
selbst mit SIRFIII Empfänger keine Track mehr schreiben.
Und dann die Auflösung, sprich den Intervall in dem der Datenlogger
die Position speichert. Beim GPSport260 wahlweise nach einer bestimmten Enfernung, einstellbar von 1m - 9.999 bzw. einer bestimmten Zeit, einstellbar von 1sec - 999sec.
Wir haben unseren GPSport260 auf 50m eingestellt. Das hat sich als sehr praktikabel erwiesen, ist ein GPS Empfänger doch in etwa
3m - 10m genau. Da der Speicherplatz für maximal 160.000 Trackpunkte ausreicht, entspräche dies einer zurückgelegten
Strecke von 800km. Ganz ehrlich, eine solche Tagestour hatten wir bis heute noch nicht geschafft. In jedem Wegepunkt aufgezeichnet werden: - die GPS Uhrzeit und Datum
- Längen- und Breitengrad - die Höhe - die gefahrene Geschwindigkeit Zusätzlich zur Auflösung und der Flexibilität der Aufzeichnung
kommt die Akkulaufzeit. Ohne permanent eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung erreichten wir Laufzeiten von bis zu 28h. Da
wir das Gerät nun eben auch als 2ten Tachometer mitnutzen, hatten wir auch schon die Laufzeit mit permanenter Beleuchtung getestet.
Hier werden Werte bis etwa 18h erreicht. Auch dies ist weit mehr als an einer normalen Tagestour zu fahren ist.
Aufgeladen wird der Datenlogger entweder direkt am USB Port, über das mitgelieferte Netzteil oder alternativ über den 12V Anschluss am
Motorrad und einem USB Ladekabel. Einfach in den Tankrucksack gelegt und Kabel eingestöpselt und das Gerät ist nach 1h wieder voll
geladen. Das obige Bild zeigt den “gespreizten” Tachometer bis 90km/h (GPS genau), der hilft in Bereichen mit begrenzter Geschwindigkeit die ECHTE
Geschwindigkeit zu sehen, die digitale Geschwindigkeitsanzeige, die Uhrzeit, oben links den elektronischen Kompass, oben
rechts den Satellitenempfangsstatus, unten links den Batterie Ladezustand und unten rechts welcher Entfernungsmesser aktiv ist. in diesem
Fall der ODA. Das Gerät hat zwei unabhängige Entfernungsmesser. Natürlich hat es auch noch ein Barometer, welches neben der GPS
Höhenmessung zur Höhenmessung mit heran gezogen werden kann. Auf die weiteren Menüs, welche sehr einfach über die unten in der Mitte
angebrachte “Toggletaste” nach Links oder Rechts ausgewählt werden können, wollen wir hier nicht eingehen. Auch ist der Datenlogger
natürlich universell auch zum Joggen, Wandern oder Radfahren einsetzbar und bietet hier eine weitere Fülle von Möglichkeiten und Optionen.
Zusätzliche Informationen hierzu findet ihr auf der Webseite des Herstellers.
|
|
|
|
|
|
|
|
ezTour Plus - Die Trackauswertung Mit dem Holux GPSSport260 Datenlogger werden zwei
Programmpakete mit ausgeliefert. Das Programm ezTour Plus erlaubt das Auslesen der Daten über die USB Schnittstelle, die Verwaltung der Daten und die Auswertung der Tour.
Zusätzlich besitzt es ein paar sehr nützliche Tools die es erlauben, digitale Fotos mit dem GPS Tag zu taggen. Dazu unten mehr. Des weiteren können die Daten in
mehreren unterschiedlichen Formaten exportiert, Höhenmodelle und Geschwindigkeitsprofile erstellt und als Screencopy weiter verarbeitet werden. Es lassen sich auch Fotos
zur Track zuweisen und das Gesamte dann als komplettes html Paket mit Google Maps integriert auf der eigenen Homepage publizieren. Wir haben hier einmal dazu ein Beispiel
auf dem Server gespeichert. Einfach auf das Foto klicken.
Aber widmen wir uns zuerst einmal der Auswertesoftware ezTour Plus im Detail.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zur
Erläuterung: Im linken Fenster seht ihr GoogleMaps und blau darauf gelegt die aufgezeichnete Track. Alle 50m ein Wegepunkt. Das hellblaue Fähnchen ist der Start- und
Zielort. Die roten Punkte sind sogenannte POIs (point of interest = interessanter Wegepunkt), welche durch drücken des schwarzen Toggleknopfes am Holux Datenlogger
automatisch in die Track geschrieben werden. Diese sind beschriftbar, siehe am Beispiel des Motorradtreffpunktes oder dem obigen publizierten .html Beispiel. Im rechten
Fenster habe ich einmal die Geschwindigkeits/Höhenansicht ausgewählt. Bewegt man die Maus über die Track, so werden jeweils für jeden Punkt die Koordinaten
eingeblendet. Hier bei Höhe 935m, nach 00:35:22h Fahrzeit und zurückgelegten 34,579km. Über dem Graph findet ihr den Button [Screen Capture] und links daneben die Zoom
Buttons [+], [-] für die aufgezeichnete Track. Diese lässt sich dann als Screencopy weiterverarbeiten. Wird der Punkt im Graph angeklickt, so erscheint in der linken Karte
sofort ein Pfeil an dem ausgewählten Wegepunkt. Es lassen sich so Tourabschnitte vom Geschwindigkeits- und Höhenprofil her recht einfach auswerten, die POIs mit weiteren
Informationen füllen, Fotos einbinden sowie die Profile weiterverarbeiten. Für uns wichtig ist die Publikation der Track samt Inhalt wie Fotos, POI Informationen etc. im
Membersbereich für unsere Freunde auf dem Server. Eben mehr als nur eine Track abzuspeichern. Des weiteren exportieren wird dann die voll umfängliche Track in eine .gpx
Datei zur weiteren Verarbeitung. Zusätzlich erlaubt das System die Track in eine “Webpublikation” zu wandeln. Sie reduziert die Wegepunkte intelligent damit die
Dateigrösse reduziert werden kann.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Dieser
Screenshot zeigt nun die Auswertung nochmals aus einer anderen Perspektive und soll zeigen welche Daten für jeden Wegepunkt erstellt werden. Diese sind im rechten Fenster
mit der Bezeichnung “Info” zu finden. Was ich hierbei festgestellt habe ist, dass ich an diesem Tag vor der Tour vergessen hatten den barometrischen Höhenmesser vor
Fahrtantritt abzugleichen. Daher gibt es hier nun eine signifikante Differenz zwischen der GPS Altitude und dem Höhenmesser.
Für diejenigen unter Euch, die wie wir
unterwegs immer viele Fotos machen und hinterher die Mühe haben diese dann dem jeweiligen Aufnahmeort zuzuweisen, hier ein TIPP wie wir dies inzwischen gelöst haben. -
Übrigens - mit ein Grund warum wir den Datenlogger nutzen. Dazu braucht ihr lediglich die Uhrzeit in eurer Digitalkamera mit der GPS Zeit abgleichen. Auf die Sekunde
reicht vollkommen aus. Unterwegs dann einfach Eure Fotos machen und parallel dazu mit dem Holux die Track mitschreiben. Dann könnt ihr sehr einfach im nachhinein
zuhause “zeitsynchron” die GPS Daten in die EXIF Datei der Digitalfotos übertragen und recht schnell mit Hilfe von Google Maps feststellen, wo das Foto aufgenommen worden
ist.
|
|
|
|
|
|
|
|
Foto Tagging und EXIF Was bitte ist Foto Tagging und was ist EXIF? Wer kennt das nicht -
man ist zurück von einer tollen Tour, hat nahezu unendlich viele Fotos geschossen und würde diese dann auch gerne mal wieder zuweisen wollen. Im Hintergrund eine graue
Felswand........war das nun am Malojapass oder am San Bernardino? Es geht ja noch Wochen danach. Aber wenn das gleiche Bild zwei Jahre später wieder auftaucht war’s das in
der Regel. Nun ja, wir waren in den Alpen.....frag aber bitte nicht mehr wo das war. Das muss nicht sein. Wir haben hier inzwischen eine Lösung gefunden ohne dass man dazu
eine teure Kamera mit GPS Empfänger braucht und das geht so.
Grundlage dafür ist das Programm GeoSetter 3.3.60 von Friedemann Schmidt, welches ihr HIER
(18Mb - den Link mit der rechten Maustaste anklicken und dann “Ziel speichern unter....” wählen) herunterladen könnt. Es ist ein Tool zum Anzeigen und Speichern von Geokoordinaten und IPTC-Daten in Bilddateien. Es ist Freeware und arbeitet mit Google Earth und Google Maps zusammen und unterstützt die Dateiformate JPEG und TIFF sowie die RAW-Formate CRW, CR2, NEF, NRW, MRW, DNG, PEF, RAF, ARW, SR2, SRF, RW2, RWL und ORF. Zum Schreiben der Daten nutzt das Programm das bekannte ExifTool. Wir haben Euch hier mal einen Screenshot dargestellt, den wir nachstehend näher erläutern möchten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Es ist
erstaunlich was eine Digitalkamera so alles in die EXIF Datei abspeichert. Das rechte Fenster zeigt eine Datenfülle was in dieser Datei, welche im Bild versteckt liegt,
alles so drin steht. Links unten ist das Foto und darüber liegt die GoogleMaps Karte, welche auf den Fotostandort zentriert. Ladet einfach mal das Programm von Friedemann Schmidt herunter, welches in der c’t special Digitale Fotografie 01/11 publiziert wurde. Gegebenenfalls findet ihr schon eine aktuelle Version im Internet. Wählt dann mal ein Foto eurer Digitalkamera aus und analysiert, was dort so alles drin steht. Ihr werdet überrascht sein.
Wir nutzen nun dieses Tool, die Track mit den Fotos zu synchronisieren und die GPS Daten automatisch in die EXIF Datei der einzelnen Fotos zu übertragen. Zusätzlich
können weitere Daten eingegeben werden, wie Bundesland, eine kurze Beschreibung etc. Probiert es einfach mal aus. Viel Spass dabei.
|
|
|
|
|
|
|
|
|