Tour St.Bernard
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2. Januar 2010

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Sollen wir nun über den Sustenpass, Oberalp in Richtung St.Moritz, oder über den Grimselpass, Furka- Nufenen- ins Wallis. Laptop aufgeklappt, rein ins Internet, Swissmeteo Radarbild befragt, und die Antwort war klar. Der Tiefausläufer zog in Richtung St.Moritz Wallis und Mt.Blanc müssten morgen früh Regen frei sein. Nach dieser Erkenntnis verzogen wir uns in unsere Zimmer.

Der nächste Morgen. Tief hängende Wolken, Nieselregen. Über Nacht war das Tief über uns weggezogen und hatte seine feuchte Fracht entladen. Während des Frühstücks, kurzes Einloggen bei Swissmeteo und die Bestätigung, es geht weiter in Richtung Wallis, Martigny. Doch vor dem Start hatten die Götter das Garagentor gesetzt. Hier holte uns nun ein, was wir am Vorabend leichtsinnigerweise und weil eben nicht anders aus Deutschland gewohnt, getätigt hatten.

Das Ding mit dem Garagentor
Wir hatten am Vorabend das Garagentor abgeriegelt. Wie sich nun heraus stellte, in dieser Gegend ein absolut unüblicher Vorgang. Es war 9:00 morgens und ausser der Dame aus der Küche war keiner anwesend. „Wie? Das Garagentor abgeschlossen? Ja aber warum denn das?“ Wir mussten zuerst einmal erklären dass es in Deutschland halt eben üblich ist das Garagentor zu schliessen. Als dies geklärt war, wurde die Chefin angerufen und aus dem Bett geholt. Es dauerte dann über eine Stunde bis sämtliche Schlüssel in der kleinen Pappschachtel im Tresor am Garagentor versucht waren um festzustellen, dass der Gesuchte leider nicht darunter war. Also nochmals telefoniert und das Schlüsselbrett im Hinterzimmer inspiziert.

Nachdem wir dann das Garagentor offen hatten stellten wir fest, dass Frank nicht nur das Garagentor, sondern auch seine BMW abgeschlossen und noch zusätzlich die Alarmanlage aktiviert hatte. Die heulte auch prompt los als er die BMW aufschloss, denn daran hatte er dann auch nicht mehr gedacht. Endlich ging es los. Wir wollten nach Osten über Flühli, Giswil und den Brünigpass nach Meiringen. Je höher wir kamen, um so dichter wurden die Wolken. Plötzlich huschten dunkle Gestalten über die Fahrbahn und es fielen Schüsse. Ohne Absicht, waren wir kurz hinter Flühli mitten in ein Manöver der Schweizer Armee geraten. Da wir jedoch die Erklärung vom Vorabend noch in Erinnerung hatten, wunderte uns das eigentlich nicht mehr. Stetig bergauf fahrend, zeigte sich ab und an ein kleiner Fetzen blauer Himmel.

Wie wird das Wetter?Kurz hinter Meiringen trafen wir an einer Tankstelle auf einen Pulk von etwa 50 Motorradfahrern und eine Kolonne von Austin Martin Cabrios. Beide wollten noch durch die Zentralschweiz. Die Motorradfahrer in Richtung Susten, die Cabrios hinauf zum Grimsel. Den Werbeaufdrucken entnahmen wir dass es sich um eine geführte Motorradtour des Motorrad Magazins handeln musste. Vermutlich hatte keiner der Tourguides einen Laptop mit Internetanschluss dabei, denn der Pulk setzte sich dann in Richtung Sustenpass in Bewegung, mitten hinein in das Tiefdruckgebiet und den Regen.

Wir durchqueren Innertkirchen und biegen rechts ab, hinauf zum Grimselpass. Auf halber Höhe erhebt sich beinahe drohend der grosse Staudamm. Der Grimsel ist ein einziges Energiekraftwerk, welches wohlweislich im Berg untergebracht ist. Mit seinen Staudämmen, Auffangbecken, Kraftwerken und Pumpstationen liefert die KWO – Grimselstrom 600MW Spitzenleistung welche binnen Sekunden dem Netzbetrieb zur Verfügung steht. Das ist schon beeindruckend wenn man mit dem Motorrad an diesen gigantischen Bauwerken vorüber fährt. Die Wolken hängen tief und das umliegende grünliche Gestein lässt eine seltsame abenteuerlich Stimmung aufkommen. Diese verschwindet jedoch wieder so schnell wie sie gekommen war als wir oben auf der Passhöhe im Biker-Hotel Grimselblick ein zünftiges Mittagessen zu uns nehmen.

 

 

 

 

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