Tour St.Bernard
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2. Januar 2010

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Endlich, der Grand San Bernard
Auf halber Passhöhe fanden wir ein passendes Hotel ,welches den wohlklingenden Namen Hôtel du Grand San Bernard trug. Wir waren in der französischen Schweiz angelangt. Es folgte das übliche opulente Mal, der Wettercheck via Internet, einige Bier, viel Benzingerede und eine gute Zigarre. Dann ging es ab ins Bett.

Vor unserem Hotel mit Blick auf den nächtlichen SchneefallUm die Handschuhe wieder trocken zu bekommen, nahmen wir die Schirme der Nachtischlampen ab und stülpten die Handschuhe über die Birne. Klappte prima. Es dampfte zwar ein wenig, doch der Trockenvorgang war enorm. Keine Frage, dies hatte nichts mit überlegter Lederpflege zu tun, aber das war uns in diesem Moment egal, denn die Heizung war nur lauwarm. Kein Wunder, denn zu dieser Jahreszeit waren wir in diesem Hotel die einzigen Gäste. Leider hatte Norbert vergessen die Lampe auszuschalten als er zum Abendessen hinab ging. Resultat waren knochenharte, etwas eingeschrumpfte Handschuhe. Das Gelächter der anderen Kollegen war ihm damit gesichert.

Am nächste Morgen dann die Überraschung. Es hatte geschneit. Die Schneefallgrenze hatte sich auf 1.500m gesenkt und wie mit dem Lineal gezogen sah man entlang der Berge oberhalb dieser Linie alles weiss. Das Thermometer zeigte gerade mal 3°C als wir aufbrachen. Der Himmel wolkenlos, stahlblau und kein Lüftchen. Wir wählten für den heutigen Tag das Zwiebelschalenprinzip. Eine weise Entscheidung, sollte doch das Wetter zwar sonnig, jedoch im unteren Temperaturbereich bleiben. Wie kleine Michelin Männchen sahen wir aus, als wir uns dann endlich auf die Motorräder stülpten.

Gefangen im Eis
Langsam fuhren wir den Pass hinauf, um dann vor dem Tunnel auf die alte Passstrasse abzubiegen. Wir kamen genau 2km weit. Aufgehalten wurden wir von zwei in orange gekleidete Herren der Strassenwacht: ”Rien ne vas plus, glace!” Was meinten die nur? War die Strasse verschüttet?

Auf der Nordrampe des PassesWir fuhren rechts heran, stiegen ab, und dann wussten wir es. Die Strasse war total vereist und die Herren in orange waren der Salzstreudienst. Wir konnten uns kaum auf den Beinen halten so glatt war es. Wir hatten das auf dem Motorrad so extrem gar nicht wahrgenommen. Die Reifen hatten immer noch erstaunlich guten Grip. Jetzt kam jedoch ein wenig Panik auf als wir ganz vorsichtig zurück zum Tunnel rollten. Also weiter, durchs Tunnel und den Pass von Süden her angegangen, denn auf dieser Seite schien die Sonne mit aller Macht.

Der Fahreindruck, der sich uns bot kann in Worten nicht wieder gegeben werden. Strahlend blauer Himmel, keine Wolke, unendliche Fernsicht, kein Fahrzeug auf der Strasse und um uns Felsen, Schnee und Eis. Kurz vor der Passhöhe kam uns dann eine BMW Enduro entgegen. Der Kollege ist auch vom Schnee überrascht worden und musste im Hospiz nächtigen.

Während der Fahrt bergauf, welche wir nach unserer Erfahrung von der Nordrampe recht gemächlich angingen, genossen wir die Stille. Ausser dem leisen Summen der Motoren hörten wir nur ab und an ein lautes Krachen, wenn das auftauende Eis mal wieder ein Stück Felsen gesprengt hatte. Zusätzlich wurden wir natürlich durch einige eisige Passagen, speziell im Schattenbereich der Strasse, zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen.

 

 

 

 

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