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Es schneite. Wollte der Wettergott uns im Wallis gefangen nehmen? Auf der
Strasse hatte sich bereits eine weisse pulvrige Schicht angelegt. Vorsichtig
fuhren wir bis zur Bahnstation, wo wir dann doch innerhalb von 15 Minuten
verladen wurden. Wir genossen erst mal die Wärme und die Verschnaufpause als wir unsere Motorräder abgestellt hatten.
Diesmal fuhren wir in einen geschlossenen Waggon, in dem sich links und
rechts Hanfstricke an den Wänden befanden. Also, den ersten Gang eingelegt,
Ständer ausgeklappt, aufgesessen und angeseilt. Ein echtes Abenteuer sitzender weise durch den Tunnel geschaukelt zu werden. Nach weiteren 15
Minuten war der Spuck vorbei und wir waren in Kandersteg angelangt. Dann
plötzlich rollt der Zug aus dem Tunnel und bleibt stehen. Vorsichtig öffnen wir
die Tür an der Stirnseite des Waggons und sehen die Autos bereits von der
Rampe rollen. Also schnell aufgesessen und durch die enge Tür gequetscht.
Diesen Abend wollten wir nicht mehr noch weitere Kilometer machen und fuhren nur noch hinab bis an den Thuner See, wo wir in
Spiez, direkt am See eine traumhafte Unterkunft fanden. Wir bekamen diese Empfehlung vom Tankwart am Ortseingang als wir unsere
Tanks kurz auffüllten. Der Tankwart war selbst auch Motorradfahrer und sein Kumpel war der Sohn der Hotelbesitzerin. Wir sollten uns
auf ihn berufen um einen guten Übernachtungspreis zu bekommen. Gesagt getan.
Der Sohn der Besitzerin vom Parkhotel am See fährt selbst Motorrad, daher wurden wir mehr als exzellent bewirtet. Unterkunft in der
Suite mit Balkon zum Jachthafen zum Einzelzimmerpreis, traumhaftes Abendessen (der Koch fährt auch Mopped), eine gute
Zigarre.......nun, das hatten wir alles schon. Heute Abend gab es Wildschweinbraten. Welch ein Genuss.
Wir liessen die Tour ausklingen. Wir sassen an diesem Abend noch lange auf dem Balkon mit Blick auf den See und lauschten dem
leisen „Kling – Kling“ der Takelage die an die Aluminiummasten der Segelboote schlugen. In Summe war die Tour ein Erfolg, trotz der
Witterungsbedingungen. Ob wir wieder im Oktober in die Alpen fahren würden? Ja aber sicher. Am nächsten Tag ging es dann über
Bern und Basel zurück nach Hause.
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