Graubünden
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2. Januar 2010

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Details (alle in diesem Reisebericht gezeigten Bilder besitzen einen Link und können im Grossformat abgerufen werden).

  • Start – Ziel: Berggasthaus Beverin am Glaspass
  • Strecke: Thusis, Tiefencastel, Julierpass, Silvaplana, St. Moritz, Berninapass, Forca de Livigno, Foscagno Pass, Stilfser Joch, Umbrail Pass, Ofenpass, La Punt-Chamues, Albula Pass, Thusis.
  • Dauer: 10h mit ausgiebigen Fotohalten und Mittagessen auf dem Stilfser Joch.
  • Länge: 276km gesamt, bis Stilfser Joch Halbzeit 148km.

Wenn die Sonne die Berggipfel kitzelt
Berggasthaus Beverin am frühen Morgen
Ein wahrhaftig genialer Tag. Stahlblauer Himmel, angenehme 18°C in der Morgensonne und das hier auf über 1.800m. Keine Wolke am Himmel und nahezu Windstille. Der Tau auf den Wiesen dampft leicht im Sonnenlicht und kleine Nebelschwaden gleiten langsam über den Talgrund am Glaspass. Gewiss, es ist schon gewöhnungsbedürftig als “Flachlandtiroler” auf dieser Höhe in einem 400 Jahre alten Gasthof zu nächtigen, welches komplett aus Holz gebaut ist. Jedoch wird man mit einem riesigen klaren Sternenhimmel und einem traumhaften Sonnenaufgang belohnt.

Willi der Wirt meinte dass wir ohne Probleme auf einen Wecker verzichten könnten als ich Ihn um einen Weckruf um 7:00 Uhr bat. Er hatte recht. Früh am Morgen kitzelte die Sonne durchs offene Fenster und die Kuhglocken taten Ihr übriges.

Möchte man die Schweizer Alpen und Teile Italiens mit dem Motorrad erschliessen, bietet sich natürlich ein Standort in Graubünden an. Von hier aus können alle grösseren Pässe ohne Stress in einer Tagestour erreicht werden. Die Wahl fiel daher auf den vom Tourenfahrer empfohlenen Berggasthof Beverin am Glaspass, oberhalb von Thusis. Wie sich sehr schnell herausstellte, eine vortreffliche Empfehlung. Der Tagestourradius reicht vom Stilfserjoch bis südlich zu den Oberitalienischen Seen, über den Gotthardpass bis hinein ins Wallis und den Simplonpass und sogar bis nach Süden ins Centovalli. Also genügend Auswahl für etliche Touren.

Nach einem deftigen Frühstück rollten wir unsere Maschinen aus der Garage und fuhren die 15km Kurven hinab ins Tal. Unten in Thusis angekommen, waren die Motoren und die Reifen warm und wir hielten uns nach Osten in Richtung Tiefencastel und Davos.

Diese Fahrt herab vom Glaspass bis hinab nach Thusis, immer den mächtigen Piz Beverin im Blickfeld, ist schon etwas Besonderes. Man rollt durch kleine Bergdörflein mit urigen Bauernhöfen, geniesst dabei immer den Blick hinab ins Tal und in die Albulaschlucht und kann sich dabei ganz langsam Kurven schwingend anwärmen. Das Beste was man sich und seinem Mopped um diese Uhrzeit antun kann.

Der Julier, ein alter Römer

Wir verlassen Thusis durch den südlichen Kreisverkehr in Richtung Sankt Moritz und tauchen schon kurz nach Thusis in einen Tunnel ein, welcher uns in gleissendes Gegenlicht ausspuckt. Klar, wir fahren nach Osten. Also haben wir die Sonne direkt vor uns. Nur gut, dass wir unsere Visiere noch gereinigt hatten, denn sonst wäre Blindflug angesagt.

Wir folgen dem Tal der Albula, welches schroff neben der Strasse in eine Schlucht abfällt. Sanft schwingt sich die Strasse bis Tiefencastel höher, immer wieder durch Tunnel unterbrochen. Auch die Rhätische Bahn muss sich durch diese Engstelle zwängen und folgt, soweit möglich, der Strassenführung. Um einen kleinen Einblick in die mächtige Bergwelt zu bekommen empfehlen wir nach dem Solis Tunnel, kurz nach dem Abzweig nach Mutten, die Strasse nach rechts bei der Brücke zu verlassen und über die alte Brücke zu fahren.

Hier führen Rhätische Bahn, neue und alte Strasse über die Albula. Folgt man dem Weg weiter am Gasthof vorbei und rechts hinab, so erreicht man den Felsentunnel zum Stauwerk. Dieses ist durch eine Eisentür (nicht verschlossen) kurz zu Fuss erreichbar.
Hier die GPS Koordinaten für die Brücke (N46° 40“ 44’ E009° 31“ 51’)und den Staudamm (N46° 40“ 43’ E009° 32“ 01’).

Julierpass mit Blick auf TiefencastelKurz vor dem Kreisverkehr in Tiefencastel hilft uns dann eine BP Tankstelle noch schnell den Tank zu füllen. Da wir jedoch zu früh sind, dürfen wir den Tankautomaten mit 10 Frankenscheinen füttern. Hier heisst es gut zu planen, damit der bezahlte Sprit auch in den Tank passt. Mit ein Grund warum ich eine VISA Kreditkarte mit PIN besitze. Das macht die Tankerei ausserhalb der üblichen Zeiten wesentlich stressfreier. Ja, und auf den Dörfern gibt es sehr viele “unübliche” Geschäftszeiten an den Tankstellen.

Endlich geht es los. Hier am Kreisverkehr verzweigt die Strasse nach links, dem Flüsschen Landwasser weiter folgend bis Davos, oder der Albula folgend über Bergün hinauf zum Albulapass. Wir folgen gerade aus dem Wegweiser nach Sankt Moritz. Der Julierpass bietet von unten weg bereits Fahrspass pur. In engen Kehren, mit gutem Asphalt geht es nach oben in ein Hochtal.


Das Oberhalbstein (rätoromanisch: Surses) wird das von der Gelgia (Julia) gebildete Tal von Tiefencastel bis vor die Passhöhe des Julier bezeichnet. Die Sonne ist nun links von uns und zeichnet durch die langen Schlagschatten ein traumhaft schönes Landschaftsbild. Da um diese Zeit so gut wie kein Verkehr herrscht, können wir die Fahrt in Ruhe geniessen. Nur einige einheimische Töffpiloten, zirkeln auf dem Weg zur Arbeit an uns vorbei.

 

 

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