Graubünden
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2. Januar 2010

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Julierpass Nordseite kurz vor der PasshöheWir erreichen am Ende des Hochtals den kleinen Ort Bivio. Hier verzweigen sich noch aus der Römerzeit der Septimerpass, welcher als Fussweg geradeaus weiterführt und die Julier Passtrasse, welche als gut ausgebauter Verkehrsweg nach links abzweigt.

Während wir durch leichte Kurven gleiten, wird die Landschaft karger. Wir passierten die Orte Rona, Mulegns und Sur, vorbei am Lago di Marmorera, dem Stausee der den Ort Marmorea einst verschluckt hatte und stossen auf die ersten 360 Grad Kehren die uns Kurve um Kurve durch eine steinige, leicht grünliche Landschaft hinauf zum Pass tragen. Vorbei am Hospiz, welches sich etwas unterhalb auf der Nordseite befindet, kurven wir höher. Hier hat der Winterfrost seine Spuren hinterlassen.

Der Strassenbelag ist mehrfach aufgeplatzt und erfordert erhöhte Vorsicht im Kurvenbereich. Der Pass selbst, eingezwängt zwischen zwei Bergriesen strömt eine spannende Energie aus. Zum Einen stehen auf der Passhöhe links und rechts der Strasse noch zwei römische Steinsäulen und zum Anderen verläuft genau über die Passhöhe eine seltsame Ansammlung von grösseren Felsen. Ein kleiner Kiosk für einen Kaffee zwischendurch und ein paar Souvenirs, ein Parkplatz und sehr viel Landschaft lassen die Seele zur Ruhe kommen. Es lohnt sich die paar Schritte hinüber zu dem kleinen See zu gehen und die Umgebung aufzusaugen.

Nach einer kurzen Pause treten wir die Abfahrt an, welche gegenüber der nördlichen Auffahrt um einiges kürzer, steiler und mit mehr Kehren versehen ist. Ehe man sich versieht ist Silvaplana im Engadin erreicht. Das Engadin liegt auf etwa 1.800m und ist hier im oberen Bereich das Überbleibsel eines gigantischen Gletschertrogs.

St. Moritz Über den Bernina ins Tal der Schmuggler

In Silvaplana gibt es wieder zwei Möglichkeiten die Tour fortzusetzen. Im Kreisverkehr rechts, an den Oberengadiner Seen entlang bis Maloja und über den gleich benannte Pass hinab ins Bergell, nach Italien, um in Chiavenna dann links zu den Oberitalienischen Seen weiter zu fahren, oder rechts über den Splügen zurück ins Rheintal zu gelangen, oder links ab über Sankt Moritz und Pontresina zum Berninapass zu fahren.

Wir wählen heute den linken Weg nach Sankt Moritz. Dieser Ort, auch bekannt als das Mekka der Reichen und Schönen, hat schon ein eigenes Flair. Wir rollen gemächlich an den prächtigen Hotels, dem kleinen See und dem Jachthafen vorbei und lassen den eigentlichen Ort links liegen.

Dort kann man die Prachtbauten erahnen. Jogger am See, kleine Segelboote und einige Paraglider verfolgen uns noch eine Weile, während wir bereits hinter dem Hauptbahnhof Sankt Moritz hinter uns lassen und in die sagenhafte Bergwelt eintauchen.

Im Inntal dann der nächste Kreisverkehr. Laut pfeift die Bernina Bahn rechts von uns, bevor ihr parallel der Strasse folgender Schienenstrang scharf rechts in Richtung Piz Morteratsch abzweigt. Auch wir biegen im Kreisverkehr rechts ab, den Bernina hinauf. Kurz hinter Pontresina öffnet sich rechts der Strasse die Gletscherwelt des Piz Bernina (4.049m), die zu einem Photohalt einlädt. Umgeben von Piz Cambrena (3.604m) und Piz Morteratsch (3.751m) fliesst der Gletscher ins Tal. Nicht weit entfernt pfeift wieder die Bernina Bahn, die sich in atemberaubenden Kehren den Weg zum Pass hinauf bahnt.

Die Strasse ist hervorragend ausgebaut und führt uns recht zügig zur Passhöhe. Auch hier öffnet sich der Blick in Richtung Westen zum Piz Palü (3.905m).

Lago Bianco am BerninapassDie Passhöhe ist ein beliebter Töff-Treff und so treffen wir hier oben etliche Motorradfahrer, die das schöne Wetter für eine kurze Tour ausgenutzt haben. Wir schauen uns um und bemerken den starken Wind der vom Puschlav herauf bläst. Warmer Wind, der für den Temperaturausgleich im Engadin sorgt. Kurze Pause und weiter geht’s.

Die südliche Flanke des Bernina Passes in Richtung Tirano ist wesentlich kurvenreicher. Eine Serpentine folgt der Anderen. Wir fahren den Pass jedoch nicht bis hinunter nach Tirano, sondern zweigen nach wenigen Kehren links ab hinauf zum Forcola di Livigno. Kaum abgebogen, werden wir auch schon wieder gestoppt.

Der Schweizer Zollbeamte mustert uns nur kurz, schaut auf unsere Kennzeichen und winkt uns durch. Von nun an wird die Landschaft rauer, die Vegetation ist so gut wie nicht mehr vorhanden und wir können uns gut in die alte Zeit der Schmuggler zurück versetzen.

Nach etwa 4km erscheint oben am Pass, inmitten von Geröllhalden eine italienische Grenzstation am Horizont. Sie stellt den Eingang zum Hochtal und zur zollfreien Zone Livigno dar. Hier lohnt es sich auch den Tank zu füllen. Für 0,63 Euro für den Liter Super Benzin ein lohnende Angelegenheit.

 

 

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