Tour Mont Blanc
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2. Januar 2010

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Aostatal und lecker italienische Pasta geniessen

Col du Grand Saint Bernard SüdseiteKurz nach der italienischen Grenzstation verlässt die Strasse das Passplateau in einer Rechtskurve und taucht kurz darauf in eine Lawinengalerie ein. Noch immer wehte ein heftiger Wind mit vielen Böen, hatten wir doch auf der Alpensüdseite einen extremen Fönwind, oder wie die Schweizer sagen, eine “Biese”. Dieser enorme Wind sorgte für unzählige Schneeverwehungen auf der Strasse und in den Galerien.

Es war also immer noch Vorsicht geboten und man konnte sich durch den herrlichen Sonnenschein und den stahlblauen Himmel nicht verleiten lassen. In der Lawinengalerie war das Schmelzwasser teilweise noch gefroren und der Wind hatte am Ende der Galerie eine ein Meter hohe Schneewehe aufgetürmt. Also ein wenig Gas gegeben und mit Schwung durch den Pulverschnee. Honda Varadero als Schneepflug.

Aber schliesslich und endlich erreichten wir das Aostatal und bogen in Aosta am Talgrund rechts ab, dem Aostatal talaufwärts folgend in Richtung Courmayeur und Petit Saint Bernard. Unser nächstes Ziel auf dieser Mont Blanc Umrundung war der Petit Saint Bernard Pass, der uns links vor dem Mont Blanc vorbei hinüber nach Savoyen bringen sollte. Noch am Abend hatte Corinne unsere Wirtin vom Hotel Rarnerhof im Tal herum telefoniert um zu erfahren, ob wir unsere Umrundung zu Pfingsten tatsächlich schaffen, oder hier am Ende des Aostatales unsere Tour im Mont Blanc Tunnel enden würde. Wir hatten grünes Licht für die Tour bekommen und würden hier nun der Realität ins Auge sehen dürfen.

Die Information dass der Kleine Sankt Bernhard Pass geöffnet sei, stimmte uns schon gestern Abend euphorisch, denn wir hatten diese Tour nun schon zum dritten Mal durchgeführt und waren die ersten beiden Male gescheitert. Einmal waren wir zu früh im Mai, das andere Mal wurden wir vom frühen Wintereinbruch im Oktober überrascht und mussten oben auf dem Petit Saint Bernard wieder umdrehen. Doch dieses Mal schien alles zu klappen.

Warum – wird der geschätzte Leser fragen, - warum fahren die dann nicht im Hochsommer diese Tour? Nun, gute Frage. Der Grund ist relativ einfach. Zu keiner Jahreszeit, ausser Ende Mai bis Mitte Juni, findet man in den Bergen diese farblichen Kontraste. Im Tal blühende Wiesen, auf den Pässen noch meterhoch Schnee und das Besondere ist diese klare Luft mit unendlicher Fernsicht. Ein Photo auf dem Pass im Mai und eines im August zeigt den Unterschied alleine vom Licht. Die Photos im Frühsommer bei klarer Luft sind viel kräftiger in den Farben und leuchten. Photos im Hochsommer, bzw. im August sind nur sehr früh am Morgen oder spät am Abend möglich und dann meistens verschleiert der Dunst die schönste Aufnahme.

 

Der Petit Saint Bernard - Einstieg nach Savoyen

Col du Petit Saint Bernrad OstseiteDoch genug philosophiert. Zum Glück gibt es im Aostatal an jeder Ecke eine Pizzeria oder ein echt italienisches Restaurant. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass erst ab 12:30 der Mittagstisch bereit ist. Also frisch gestärkt mit Spaghetti, Canneloni und Tagliatelle mit Schinken und Rahmsosse und wir biegen am Ende des Tales kurz vor Curmayeur in einem kleinen Dorf mit Namen Pre’Saint Didier links ab hinauf zum Kleinen Sankt Bernhard Pass.

Etliche Tornanti, Passkehren empfangen uns und führen uns durch einen Wald hinauf in ein Hochtal und Skigebiet. Um diese Jahreszeit ist das hier wie ausgestorben, sämtliche Hotels geschlossen und nur wenige Menschen sind zu sehen.

Wir verlassen das kleine Örtchen La Tuile und folgen weiteren unendlichen Kehren bis über die Baumgrenze hinauf, immer den freien Blick hinab in das Skiörtchen La Tuile.

 

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