Tour Mont Blanc
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2. Januar 2010

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Petit Saint Bernard - WestseiteAb der Baumgrenze liegt nun wieder Schnee. Die Sonne sticht, der Fön bläst uns beinahe vom Motorrad, aber interessanter Weise ist er hier wärmer als drüben am Grand Saint Bernard Pass. Wir passieren die ersten Häuserruinen auf unserem Weg und weiter geht es hinauf zur Passhöhe und dem Grenzübergang hinüber nach Frankreich.

Der Pass wurde auch erst gestern frei geräumt und wir sind von etwa vier Meter hohen Schneewänden umgeben. Also hatte Corinne unsere Wirtin vom Hotel Rarnerhof doch eine zuverlässige Quelle und wir konnten dieses Jahr tatsächlich unsere Rundtour um den Mont Blanc komplett durchführen.

Um diese Jahreszeit ist hier oben natürlich alles noch geschlossen und für den Winter mit diesen Schneehöhen verrammelt. Also halten wir nur kurz bei stahlblauem Himmel und kristallklarer Luft an um das obligatorische Panoramaphoto in den Kasten zu bringen. Der Bewegungsspielraum wird natürlich durch die gefrästen Schneewände vorgegeben und ist zu dieser Jahreszeit natürlich sehr beschränkt. Wir machen uns also recht zügig wieder auf den Weg zur Abfahrt vom Pass.

Wir folgen dem Plateau und erreichen etwa einen knappen Kilometer nach der Passhöhe zwei übergrosse Skulpturen direkt neben dem ebenfalls geschlossenen Hospiz. Eine zeigt den heiligen Sankt Bernhard mit dem Hirtenstab und die andere gedenkt der Opfer des Krieges, der auch diese entlegene Gegend nicht verschont hatte. Von hier aus kann man im Talgrund bereits das kleine Städtchen Bourg Saint Maurice erkennen. Dort unten befindet sich der Abzweigpunkt nach rechts zum Roselendpass und dem Cormet de Roselend und links zum Col d’Iseran. Aber bis wir dort unten angekommen sind erwarteten uns noch unendlich viele Kehren auf einer recht gut ausgebauten Strasse ohne nennenswerte Überraschungen.

 

Der Roselendpass – Ein landschaftlicher Traum

In Bourg Saint Maurice halten wir uns nur kurz auf. Ein kräftiger Schluck aus der Wasserflasche und wir biegen direkt nach dem Mc Donalds Restaurant am Ortseingang im Kreisverkehr rechts ab zum Roselendpass. Dieser zeigt sich hier im unteren Teil recht freundlich und führt ziemlich schmal und unscheinbar in leichten Kurven und ein paar Kehren hinauf durch relativ dichten Laubwald auf ein Hochplateau. Dann aber die Überraschung.

Cormet de RoselentAb der Alpe Crêt Bettex (N45°40‘19” E006°45‘27”) empfängt uns eine wunderschöne alpine und abgelegene Landschaft. Traumhafte Ausblicke auf vergletscherte Gipfel und gigantische Täler. Wir sind von der Natur gefangen und folgen der sehr guten Strasse, welche zwar nicht breit ausgebaut, aber eine hervorragende Oberfläche und gut übersichtliche Kurven aufweist, hinauf zum Pass.

Etliche Wasserfälle und Bäche begleiten unsere Fahrt bis wir die Passhöhe auf einem Hochplateau erreichen. Welch gigantischer Ausblick (siehe Panoramaphoto zum Pass). Rund um uns herum nur traumhafte Bergriesen.

Nun ja, wieder das obligatorische Panoramaphoto, also Stativ aus dem Köcher gewuchtet, Standort gesucht, hinauf geklettert – warum starren mich alle so an? – aufgebaut, ausgekurbelt, Photos gemacht, das Ganze geschultert und wieder runter geklettert.

Aha, die ersten kommen und Fragen. Wo kommt ihr her? – Oha, über den Kleinen Skt. Bernhard. Wie sieht das Wetter im Aostatal aus? Aha, auch Fönwetter – super. Wir packen ein und folgen der Passtrasse hinüber zum Lac du Roselend.

Bis dahin durchqueren wir ein kleines Seitental, vorbei an einem mächtigen Felsmassiv und links um die Kurve – da liegt er, der Lac du Roselend. Tiefblau und breit, teilweise von Wäldern umgeben. Wir umrunden den See gegen den Uhrzeigersinn und folgen der Bezeichnung Col du Pré. Diese bringt uns nach einem Linksabzweig über die Staumauer auf eine sehr enge Strasse hinauf zum Col du Pré.

Ok, ganz ehrlich. Den Col du Pré kann man sich eigentlich sparen, ausser man hat eine kleine Enduro, möglichst unter 150kg. Dann macht der Pass echt Laune. Aber wir mit der fetten Varadero, naja. Unendlich kleine Kehren, die Strasse so breit wie ein Auto, mühen wir uns durch Almen hinauf und hinab nach Beaufort sur Doron.

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