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Von Megève aus folgten wir der N212 und bogen bei Flumet in Richtung Col des Saisies
(1.633m) ab. Wir wollten dann über den Col du Pré und den Cormet de Roselend nach Bourg-Saint-Maurice. Als wir dann jedoch kurz vor Beaufort
unsere Motorräder auftankten, teilte uns die nette Dame mit, dass durch den vielen Schnee dieses Jahr beide Übergänge noch gesperrt sind.
Also entschieden wir uns kurzfristig den Bogen noch ein wenig weiter zu ziehen und fuhren
über Albertville der N90 folgend in Richtung Süden. Hier endeten dann aber auch unsere Generalkarten von Marco Polo und wir erstanden
kurzfristig eine Michelin Karte No. 244 Rhône-Alpes an der nächsten Tankstelle. Es ging weiter links ab auf die N6, an Aiguebelle vorbei in
Richtung Tunnel du Fréjus. Dieser Weg war der einzige, der uns eine südliche Umrundung des Mont Blanc überhaupt erlaubte.
Das Tal hinauf bis Modane ist sehr zu empfehlen. Für die Eiligen bietet sich die Autobahn
an, jedoch kommt man auf der N6 genaus schnell voran und sieht dabei in den kleinen Ortschaften wesentlich mehr. Landschaftlich sehr schön,
windet sich die Strasse in einem flachen Anstieg in Richtung Modane und erlaubt auf speziell dafür angelegten Überholstreifen zügiges
Vorankommen.
Kurz vor Modane trifft dann die Nationalstrasse auf die Autobahn und mündet
direkt in den 13km langen Tunnel du Fréjus. Die Landesgrenze zwischen
Frankreich und Italien verläuft genau mitten im Tunnel, was sich auch durch
den unterschiedlichen Baustil bemerkbar macht. Wir bezahlen umgerechnet DM 16,- für Fahrer und Motorrad und tauchen dann in die Tunnelröhre ein.
In Bardonècchia spuckt uns die Röhre auf der italienischen Seite wieder
aus. Da es bereist 17:00 ist, tauschen wir noch schnell ein paar Lire ein und
machen uns auf die Suche nach einer Bleibe für die Nacht. In Susa werden wir dann auch fündig. Der Wirt gibt uns einen sicheren Abstellplatz im
Hinterhof und erzählt anschliessend, wie er mit einer Honda Güllepumpe 2 Monate durch die Türkei gefahren ist. Nach etlichen Benzingesprächen
verkrümeln wir uns dann müde im Bett.
Das Hotel Stazione hat zwar nur einen Stern und liegt direkt an der Durchgangsstrasse, jedoch hatten wir schöne geräumige Zimmer
nach hinten raus. Übernachtung für zwei Personen inklusive ausgiebigem Früstück kosteten uns gerade mal DM 105,-. Früh am
nächsten Morgen brechen wir dann erneut auf.
Von Turin nach Aosta
Die Luft ist klar und kühl, die SS25 beinahe ausgestorben. Der gesamte Verkehr schiebt sich über die A32, die in weiten Bögen
parallel verläuft. In 45 Minuten erreichen wir die Stadtgrenze von Turin. Eigentlich kennen wir Oberitalien nur dunstig, trocken und heiß.
Um so mehr sind wir überrascht, wie grün alles um uns ist, die Luft ist klar und beinahe kein Verkehr. Wir tangieren Turin im Norden
bis Chivasso und biegen dann auf die SS26 in Richtung Norden ein. Diese Strasse wird uns wieder in die Berge und nach Aosta bringen.
Von Chivasso bis etwa auf die Höhe von Pont Saint Martin ist die Gegend flach und eintönig. Wir geben daher etwas mehr Gas um so
schnell wie möglich ins Aosta Tal einzutauchen. Hier wird die Landschaft dann wieder alpin und wir fahren über Verrès und Saint
Vincent bis kurz vor Aosta, wo die SS27 rechts zum Großen Sankt Bernhard abbiegt. Auch dieser Pass ist noch geschlossen, jedoch
können wir für 16.000 Lire durch den Tunnel düsen.
Langsam schliesst sich der Kreis unserer Umrundung des Mont Blanc, als wir auf der anderen Seite des Tunnels wieder auf
schweizer Boden in Bourg Saint Pierre ein leckeres Mittagmahl einnehmen. Nur noch bis Martigny, das Wallis hoch bis Goppenstein
und auf der anderen Seite im Berner Oberland um den Thuner See bis Gunten. Erschöpft sinken wir nach einem ausgiebigen
Abendmahl in unsere Betten. Morgen früh noch die Moppeds auf den Hänger laden und dann geht es wieder zurück nach Erkelenz
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