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Sind das hier die Dolomiten? Wir folgen also dem schmalen Strässchen stetig
bergauf durch enge kleine verwinkelte Gassen, tauchen immer wieder inmitten der Dörfer in das pralle Leben wie, freilaufende Rinder, Kinder die
Karren mit übergrossen Milchkannen ziehen, Menschen die in Gruppen auf dem Marktplatz stehen und sich über den Tag austauschen, Handwerker auf
dem Moped die knatternd mit umgehängter Werkzeugtasche vor uns Zweitakterduft verströmen. – Nein, hier ist der Tourismus mit Sicherheit noch
nie angekommen. Schweiz pur. Wir geniessen es in vollen Zügen.
Wir dachten schon die Strasse geht in Sankt Antönien und in Partnun zu Ende, aber Willi
fährt weiter. Die immer noch gut befestigte geteerte Strasse wird nun von etlichen Alpenpizzen (Kuhfladen und Mehrzahl von Pizza) aufgelockert
und Querrinnen führen Wasser quer über die Strasse. Um uns herum Weiden, Kühe, vereinzelte Heuschober und urige Bauernhöfe. Am Ende dieser
Strasse glauben wir dann doch wir sind in den Dolomiten. Diese Art der Felsen findet man eigentlich nicht hier auf dieser Seite der Alpen. Wir
befinden uns auf der Westseite des Sulzfluh, übrigens einer alten Schmugglergegend. Aber seht selbst.
Das nachstehende Panoramabild wurde mit dem Programm PIXMAKER erstellt und lässt sich
durch Anklicken als Pixmaker - EXE-Datei laden (402kb), auf dem PC speichern und ausführen. Es ist eine selbstlaufende 210° Grad
Panoramadarstellung der Gegend. Das Panoramafenster könnt ihr vergrössern und wenn ihr auf das Fragezeichen klickt wird Euch erklärt was ihr
noch so alles machen könnt. Begebt Euch einfach mal virtuell in diese Gegend schaut euch mal dort um.
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Eigentlich wollten wir an diesem Dienstag bei Willi seinem Wirtskollegen einmal so richtig lecker essen. Das war ja auch der
Hauptgrund warum wir uns hier herauf geschlängelt hatten. Willi schwärmt heute noch von dieser Küche. Wir verweilen aber nur kurz -
warum, das weiss Willi und sein Kollege der diese Örtlichkeit als Wirt leitet. Ich hatte Willi versprochen dieses Geheimnis für mich zu
behalten. Kann ich aber nicht. Dienstag hat auch dieser Berggasthof geschlossen und da hier die oben Welt zu Ende ist müssen wir
umkehren und kommen nochmals in den Genuss die traumhafte Gegend aus einem anderen Blickwinkel zu geniessen.
Unten im Tal angekommen biegen wir links ein in die Kantonalstrasse 28 und folgen dieser bis hinauf zum Wolfgangpass, kurz vor
Davos. Die Strecke dort hinauf ist relativ viel befahren, stellt sie doch die Hauptverbindung vom Rheintal durch das Prättigau hinauf
nach Davos und zum Vereina Bahnverlad dar. Der Vereina Bahntunnel verbindet in Windeseile die Nordseite der Alpen mit dem Inntal
und dann weiter über den Ofenpass oder Reschenpass hinüber in den Süden nach Südtirol. Wir machen eine längere Rast auf dem
Wolfgangpass und geniessen das Mittagessen welches ab und zu durch den Pfiff der Rhätischen Bahn, welche direkt hinter dem
Gasthaus vorbeiführt, unterbrochen wird. Obwohl der Wolfgangpass nur 1.637m aufweist, sticht die Sonne an diesem Tag doch gewaltig.
Warum hat Willi’s Mopped einen Schwächeanfall?
Und weiter geht es mit vollem Magen nach Davos wo wir nach dem See links über die Bahngleise der Rhätischen Bahn
hinauf zum Flüela Pass einbiegen.
So kurz nach der Mittagszeit hält sich der Verkehr in Grenzen
und wir erreichen die Passhöhe wo wir durch den ersten Schnee auf dieser kleinen Rundtour überrascht werden. Viel
davon liegt nicht mehr, jedoch reicht die Menge für eine erste Schneeballschlacht.
Und dann war da noch die Geschichte mit der Bandit1200 die
Willi beinahe dazu verleitet hätte das Mopped über die nächste Klippe zu stürzen.
Eigentlich sollte die Bandit ja ungedrosselt sein. Als jedoch
Sabine mit der BMW GS650 grinsend am Flüela an Willi vorbeizieht, glaubt dieser erst an einen defekten
Kerzenstecker und dass der Motor nur auf drei Zylindern läuft.
Ein Blick in die Papiere oben am Pass klärt dann aber auf – Willi ist doch tatsächlich mit nur 34PS unterwegs. Mit dieser Information
vollführte er dann einen Indianertanz auf der Flüela Passhöhe was natürlich die Aufmerksamkeit der anderen Moppedfahrer auf sich
zog. Wir grinsten uns einen.
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