Editorial 1/2022 – Rückblick und Ausblick

Es war ein gutes Jahr. Doch ein paar Wolken trüben den Ausblick …

Eigentlich könnten wir bei ALPENTOURER auf ein recht gutes Jahr zurückblicken. Wir haben erneut, wie schon in den Jahren zuvor, zahlreiche Leserinnen und Leser hinzugewonnen. Und wir konnten im Frühsommer unser 15jähriges Jubiläum feiern – ein großer Erfolg für einen kleinen Verlag wie unseren. Auch andere Eckdaten haben sich besser entwickelt, als in diesen Zeiten anzunehmen war. Dennoch trüben ein paar Wolken diesen an sich positiven Rück- und den Ausblick.

Seit Oktober häufen sich die schlechten Nachrichten für unsere Branche. Die unsägliche Papiermafia hat beschlossen, dass mit Verpackungsmaterial mehr Geld zu verdienen ist, als mit hochwertigen Druckpapieren. Also werden diese für uns so wichtigen Rohstoffe massiv verknappt, die Preise steigen in unverschämtem Ausmaß, Lieferzusagen werden nicht eingehalten, unsere Druckpartner stehen vor immer neuen Beschaffungsproblemen. Wo ist eigentlich das Kartellamt, wenn man es braucht?

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Und als ob das nicht schon genug wäre, kommen zum Jahresende noch massive Preiserhöhungen beim Zeitungs- und Zeitschriftenversand seitens der Post hinzu. Wie sollen wir das auffangen?

Können wir nicht, denn die moderat möglichen Preiserhöhungen für Einzelhefte und Abonnements werden nicht wettmachen, was uns Post und Papiermafia an Erlösen kosten. Wie sich das im kommenden Jahr noch entwickelt, lässt sich zudem überhaupt nicht vorhersagen, da im Gegensatz zu früher keine langfristigen Lieferverträge mehr geschlossen werden. Das drückt auf die Stimmung.

Gleichzeitig sind Rechercheplanungen kaum durchführbar und inhaltliche Schwerpunkte nur unter Vorbehalt zu setzen, denn die Pandemie hält Deutschland und Europa – mithin unseren Motorradreise-Spielplatz – weiter fest im Würgegriff. Auch hier ist kaum absehbar, ob und welche Reisen möglich sind.

Das alles, Positives wie Negatives, tritt für mich persönlich aber hinter ein besonders schmerzhaftes Ereignis zurück: den Verlust meiner geliebten Mutter, die einige von euch persönlich kennenlernen durften. Ein solches Ereignis rückt vieles in ein neues Licht. Sie war eine selbstbewusste, starke Frau, die mich Zeit meines Lebens geprägt hat.

Und diese Stärke gibt mir Hoffnung fürs kommende Jahr, überhaupt für die Zukunft. Gerne teile ich diese Hoffnung mit euch, nicht nur zu den Festtagen, die ihr hoffentlich im Kreise eurer Liebsten verbringen könnt oder bereits verbracht habt, wenn ihr diese Zeilen lest. Wir jedenfalls lassen uns nicht unterkriegen und werden alles geben, um euch auch in 2022 mit interessanten Reportagen zu spannenden Reisezielen in den Alpen und Europa zu versorgen.

Unser Wunsch ist: Denkt positiv, bleibt negativ – und bleibt uns gewogen!


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