Editorial 6/2021 – Die Alpen, unendliche Weiten

Cheffe und Cheffine
Stephan Fennel • Snežana Šimičić

Die Alpen, unendliche Bergwelten. Wir Motorradfahrer erliegen ihrer Faszination immer aufs Neue. So ist einst ALPENTOURER als Magazin entstanden – was nun auch schon 15 Jahre her ist.

Dass wir uns weiterentwickelt haben und heute ein europäisches Motorrad-Tourenmagazin über – eben – Europa sind, müssen wir manchem Neuleser tatsächlich erläutern, der den Namen sieht und sich über die Inhalte im Verlauf eines Jahres wundert. Keine Sorge: Nach wie vor teilen wir mit euch diese immerwährende Sehnsucht nach dem zentralen Gebirgszug im Herzen Europas. Und diese Sehnsucht möchten wir euch (und uns) gerne erfüllen: mit einem umfangreichen Spezial über die Alpen!

Kein aufgewärmtes Best of Alpen

Als wir vor mehr als zwei Jahren mit der Planung dieser Ausgabe begannen, war kaum abzusehen, vor welchen Herausforderungen wir damit stehen würden. Auch uns hat die Pandemie das Reisen und Recherchieren, das Entdecken und Erfahren erschwert. Na klar, wir hätten ins Archiv greifen und alte Geschichten aufgewärmt als ein „Best of Alpen“ wieder auflegen können. Aber das ist nicht unser Anspruch, nicht unser Stil. Wir stellen uns lieber der Herausforderung und gehen für euch auch gerne mal an Grenzen.

Wie sonst könnte man eine frühe Fahrt in die Schweizer Berge beschreiben. Schnee, wohin das Auge sieht, von den Gipfeln bis an die Straßenränder. Doch auf eines kann man sich bei den Eidgenossen verlassen: Geben sie ihre Pässe frei, sind sie das auch, zumindest der Asphalt. Heraus kommt ein einzigartiges Fahr­erlebnis, wie man es eben nur in den Alpen empfinden kann.

Auch die Großglockner Hochalpenstraße, bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, stellt sich immer wieder anders dar. Dieses Mal hat das hochalpine Kleinod sich unter Nieselregen und Nebel versteckt – und damit eine ganz ungewöhnliche Fahratmosphäre geschaffen. Man muss sich auch nicht unbedingt im Schneetreiben mit dem Motorrad auf der Postalm die Zeit vertreiben. Kann aber passieren, sogar im Sommer. Das sind eben die Berge. Immer für eine Überraschung gut. Und damit für ein Erlebnis, von dem man noch lange zehrt.

Entschleunigt, geerdet oder: faszinierend

Es müssen auch nicht stets größere, stärkere und damit schwerere Motorräder sein, mit denen man sich an einen Gipfelsturm wagt. Die Alpen lassen sich auch mit 24 oder 48 PS unter die Räder nehmen. Entschleunigt, geerdet oder wie unser Lieblingsvulkanier sagen würde: faszinierend.

Also spannen wir in diesem ALPENTOURER Spezial den Bogen der zehn umfangreichen Reportagen von den höchsten Gipfeln und Pässen in den französischen Alpen bis hin zu Herzerlstraßen und Weinbergen am Fuße der slowenischen Karawanken. Welch Vielfalt!

Wir bekommen schon wieder Sehnsucht nach den Bergen.

Beam us up, Scotty!


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