Editorial 6/2022: Keep calm and drink tea

Endlich: ein neues Spezial zu den Britischen Inseln und Irland ist erschienen

Herausgeber & Chefredakteur Stephan Fennel schätzt einen guten Afternoon Tea.

Mitten hinein in die Vorbereitungen dieser Spezial-Ausgabe von ALPENTOURER platzte die Nachricht vom Tod der Queen. Nun ist also Königin Elisabeth II, von deren Regentschaft man mittlerweile glaubte, sie würde nie zu Ende gehen, ihrem Traumprinzen Philip gefolgt. Und wahrscheinlich wird sie wohlwollend von irgendeiner Wolke zusammen mit ihm, vielleicht auch mit ihrer Schwester Margaret oder sogar der Queen Mum, auf das (noch) Vereinigte Königreich hinabsehen, bei einer Tasse Tee und einem Gurkensandwich. Oder einem Gläschen Gin?

Also wird der ewige Kronprinz Charles doch noch König – in einer sehr schweren Zeit, nicht nur für seine Untertanen. Ob er seine Freude daran haben wird, dürfte sich zeigen.

Ganz sicher aber werden viele Menschen auf der ganzen Welt auch weiterhin dem prunkvollen Treiben der Royals folgen, dafür wird die globale Klatschpresse schon sorgen.

Natürlich ist Großbritannien längst nicht mehr das Land, das sich in von Klischees geformten Bildern in unseren Köpfen festgesetzt hat …

Natürlich ist Großbritannien längst nicht mehr das Land, das sich in von Klischees geformten Bildern in unseren Köpfen festgesetzt hat. Dennoch haben die Insulaner es geschafft, sich viele ihrer Spleens und Traditionen zu erhalten, die wir so an ihnen schätzen. Immer noch wird der Afternoon Tea üppig zelebriert, was uns nicht zuletzt auf einer Motorradreise eine willkommene Pause vom Touren beschert.

Tatsächlich haben uns die Britischen Inseln sowie das benachbarte Irland vieles zu bieten. Wer den Moloch London oder die stark industriell geprägten Midlands großräumig umfährt, kann auf kleinen, feinen Nebenstraßen verträumte Dörfer ansteuern, die nahezu unendliche Küste genießen, das schottische Hochland durchqueren oder das zauberhafte Wales erkunden. Abstecher auf kleinere Inseln entschleunigen den Rhythmus – und nicht zuletzt locken tausende toller Pubs mit einer ganz eigenen Atmosphäre zum abendlichen Stiefelbier.

Wer schon mal übergesetzt hat und ins britische Vergnügen eingetaucht ist, kann gleich weiterhüpfen und auch Irland unter die Räder nehmen. Mit dem Wild Atlantic Way sowie der Causeway Coastal Route stehen gut 3.000 Kilometer traumhafter Küstenstraßen bereit. Einen guten Einblick verschafft zusätzlich unser Navigator-Reiseführer Irland & Wales, in dem wir über 400 POIs mit Koordinaten zum besten geben – eine prächtig gefüllte Fundgrube für Entdecker!

Ich bin mir sicher: Nach der Lektüre dieser Ausgabe (und vielleicht noch des Buches) werden viele von euch einen Besuch der Insel(n) wagen. Nur zu, ich verspreche, es lohnt sich. Das erholsame Motto einer solchen Reise lautet:

Keep calm – and drink tea!


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