Großenduros auf M+S umrüsten

Das Verbot der Nutzung von Reifen, welche die zulässige V-max des Motorrades unterschreiten, ist endgültig vom Tisch.

M+S-Reifen auf Großenduro

Erleichterung bei vielen Fans grober Stollenreifen: Mit der Veröffentlichung der 55. Verordnung zur Änderung straßenrechtlicher Vorschriften ist der Paragraf 36 in der Straßenverkehrszulassungsordnung für Zwei-und Dreirädrige Fahrzeuge sowie Quads Geschichte. Demnach dürfen diese Fahrzeuge ab sofort wieder M+S-Reifen verwenden, unabhängig von deren Geschwindigkeits-Index, wenn die Reifen nach der europäischen Norm UN/ECE/R75 zertifiziert sind. Damit ist eine Regelung vom Tisch, nach der mit einer Übergangsfrist bis 2024 nur noch Reifen zulässig sein sollten, die mindestens die eingetragene Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs erreichen. Das hätte langfristig das Aus für grobstollige Enduroreifen auf leistungsstarken Motorrädern bedeutet.


Aufkleber im Sichtfeld anbringen

Einzig die Anforderungen an Reifengröße und Tragfähigkeit müssen erfüllt sind. Für Motorräder mit ABE sind außerdem die Bauart des Reifens und mögliche Fabrikatsbindungen entscheidend. Bei Abweichungen ist die neue Bereifung in die Fahrzeugpapiere einzutragen. Außerdem ist ein Aufkleber oder eine Anzeige im Sichtfeld des Fahrers zu platzieren.

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