Smartphone als Navi-Ersatz

Das Gigaset GX290 plus punktet mit einem robusten Gehäuse und einer richtig tollen Akku-Laufzeit.

Gigaset GX290 plus

Was im Auto längst der Normalzustand ist, setzt sich zunehmend auch am Motorrad durch. Smartphones ersetzen teure zusätzliche Navigations­geräte. Sie punkten als All-in-one-Lösung mit Alltagstauglichkeit und einer zunehmenden Zahl von Navigations-Apps, die herkömmliche Navis ziemlich alt aussehen lassen.

Das Gigaset GX290 plus (vollständiger Testbericht in ALPENTOURER 4/2021) ist da keine Ausnahme, sondern die Regel. Das 6,1 Zoll (15,5 cm) große HDPlus-Display bietet ein Seitenformat von 19,5:9 bei einer Auflösung von 1 560 mal 720 Pixeln. Die Darstellung ist hell und scharf. Geschützt wird es von solidem Gorilla-Glas. Ein weiterer Pluspunkt: Mit dem robusten und gleichzeitig nach IP68 wasserdichten Gehäuse, dessen Ecken noch verstärkt sind, überlebt dieses Smartphone auch Stürze aus größeren Höhen.

Was das Gigaset so besonders macht, ist sein Akku. Kräftige 6.200 mAh Leistung hält der Powerspeicher bereit. Das ist gut drei Mal so viel wie in edlen – und auch deutlich teureren – Modellen, die derzeit angesagt sind. Wer nicht zwölf Stunden am Tag online ist, sondern seinen Mobilkonsum zugunsten schöner Motorradtouren zurückschraubt, der kommt schon ein paar Tage mit einer Ladung aus.

Unser Eindruck

Gehäuse - 7.5
Display - 6
Akku-Laufzeit - 9.5
Größe & Gewicht - 5
GPS-Modus - 5.5

6.7

Wer ein widerstandsfähiges Smartphone für seine Tourentage sucht, wird vom Gigaset GX290 (UVP: 329 Euro) nicht enttäuscht. Es glänzt mit toller Akkulaufzeit. Und gerade die ist an Motorrädern ohne Strom­anschluss wichtig.

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4 Kommentare

    1. Lieber Jürgen, leider fällst du auf die sich hartnäckig haltenden Gerüchte herein, wie viele andere auch. Aus eigener Erfahrung können wir dir sagen, dass auchnnach vielen Jahren Dauernutzung noch keines unserer Smartphones jemals als Motorradnavi versat, geschweige einen Defekt davongetragen hat. Die saßen an den unterschiedlichsten Testmotorrädern und wurden allzu oft auch ordentlich durchgerüttelt. Mit der richtigen Besfestigung (z.B. SP-Connect mit Vibrationsdämpfer) haben aber selbst die zugegeben empfindlicheren Top-Modelle von Apple, Samsung und Co. keine Probleme mehr. Trotzdem hält sich das Vorurteil hartnäckig in zahllosen Foren (meistens ohne konkrete Schadensfälle zu benennen, sondern immer mit dem Hinweis, ich hab gehört, ich hab gelesen…).
      Ja, es gibt einzelne Fälle, aber um eine generelle Aussage zu treffen, müsste man im Detail untersuchen, wie die Phones befestigt waren, wie sie genutzt wurden etc. Und das hat bisher keiner getan. Hinzu kommt, dass das hier getestete Smartphone extra für solche extremen Einsätze entwickelt wurde und sogar deutlich mehr aushält, als stand-alone-Navis von wem auch immer.
      Unser Fazit ist daher auch seit Jahren gleich: Wer ein wirklich gut zu handhabendes und schnell reagierendes Navi am Motorrad sucht, schnappt sich die für die eigenen Bedürfnisse passende App auf dem Smartphone und wird glücklich. Wer ganz sicher sein möchte, legt sich ein spezielles Outdoor-Smartphone (wie dieses hier) zu. Motorrad-Navis (oder was uns Motorradfahrern als solche angedreht wird) sind teurer Elektroschrott mit geringer Leistung, mehr Gewicht, höheren Kosten (wenn man sowieso ein Smartphone hat) und zumeist grottiger Software. Warum also noch ein Gerät mehr mit mir rumschleppen, wenn ich doch alles „in der Hand“ habe?

      1. Lieber cheffe, einzig mit einem robusten Smartphone durch die Alpen zu navigieren, mag funktionieren. Wobei es dort nicht mal ein „Navigationsgerät“ bräuchte… Wenn es einen jedoch mal weiter weg verschlägt, geht meiner Erfahrung nach nichts über ein vernünftiges Navi, das zudem sicher und wetterfest mit dem Motorrad in einer dafür vorgesehenen Halterung verbunden ist. Letzten Endes ist es der Mix aus beiden Möglichkeiten, die einen zum Ziel führt.

        1. Lieber Jürgen, unsere Erfahrungen sind da genau gegenteilig. Wir waren mit dem Smartphone-Navi an jedem Ende Europas und wurden immer auf der vorgeplanten Route geführt. Das können wir von den „Motorrad-Navis“ nicht behaupten. Schon mal versucht, mit einem Garmin in Bosnien und Herzegowina zu navigieren? Uns hat es noch nie in so viele Bauernhöfe oder Feldwege verschlagen wie damit. Gleiches in der Sierra Nevada in Spanien. Oder auch im hohen Norden Norwegens. Abgesehen von der Gedenk-Viertelstunde, die es brauchte, bis das Navi endlich Satellitenempfang hatte. Aber du hast natürlich recht. Jeder soll mit dem glücklich werden, was er für sich gewählt hat. Uns ging es aber vor allem darum, die generelle Aussage, dass Smartphones am Motorrad „zerstört“ werden, zu widerlegen. Das stimmt so einfach nicht. Ich würde mal sagen, über 200.000 km gegenteilige Erfahrung sind Beleg genug dafür.

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