Gaviapass
Passo di Gavia

 

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12. Februar 2013

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Gaviapass Passo di Gávia

geöffnet

Passhöhe

von - nach

Länge

GPS - Koordinaten

Juli - Oktober

2.618m

Bormio - Ponte di Legno

42 km 

N 46°18´47” E 010°30´13”

Detailkarte  detaillierte Paßkarte

Bildersammlung  Photos zum Paß

 

Detailkarte  Google Maps Karte

Panorama Gaviapass

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Viele schaurige Geschichten ranken sich um den Gaviapass - Passo di Gavia. Die Literatur schreibt oft von der sogenannten Herausforderung, diesen Pass zu fahren, ja, sogar von Absturzgefahr ist die Rede. Nun, was ist an diesen Geschichten dran? Um das heraus zu bekommen, muss man sich zwangsläufig mit der Geschichte des Passes befassen.

Ursprünglich gab es nur eine gut ausgebaute Verbindungstrasse, die von Bormio herauf nach Santa Caterina Valfurva führte. Dieser Ort liegt mitten in einem prächtigen Skigebiet und dem Parco Nationale di Stelvio. Von hier aus führte eine kleine, geschotterte Militärstrasse durch das Tal des Flüsschens Gavia hinüber in das Valle delle Messi.

Im Jahre 1986 dann, wurde alles anders. Die Tour de France hatte sich diesen Pass für ihre Strecke ausgesucht, und die Schotterstrecke wurde asphaltiert. Im Rif Berni al Gàvia zeugen heute noch eindrucksvolle Photos von dieser Tour. An diesem Tag hatte es geschneit, und vor dem Pulk der Fahrradfahrer fuhr eine Schneefräse um die Tour de France nicht in’s Stocken zu bringen. Also, den Pass nicht einfach nur überqueren, sondern einen Blick ins Hospiz werfen. Das lohnt sich.

Auf dem Gavia HochplateauZur Strecke selbst. Von Bormio her kommend, folgen wir dem Tal Valfurva auf einer gut ausgebauten, breiten Strasse und passieren dabei mehrere kleine Bergdörfer. Wir erreichen Santa Caterina Valfurva.

 Direkt am Ortseingang links in den Ort einbiegen und ihr findet mit dem ersten Restaurant rechts am Flüsschen ein kleines motorradfreundliches Restaurant. Also nicht in Bormio Mittagessen, sondern hier auf 1.736m. Ist auch nicht so überlaufen wie in der Stadt und man hat einen tollen Blick ins Tal und auf die anfliegenden Biker.

Von hier aus wird die Strasse sehr schmal und windet sich steil am Hang einspurig hinauf durch ein Wäldchen, um dann in dieser Art weiter über die Almen zu führen. Der Belag ist gut, was sich jedoch weiter oben ändert.

Ab 2.000m Höhe wird die Umgebung felsiger, die Strasse noch enger und der Belag weist unzählige Frostrisse auf. Spätestens ab hier ist Vorsicht geboten. Teilweise ist die Strasse nur noch so breit, dass ein PKW und ein Motorrad gerade noch aneinander vorbei passen.

Randbesfestigung, Fehlanzeige. Verrostete Stützen mit morschen Hölzern versuchen eine nicht vorhandene Sicherheit vorzutäuschen, die den Fahrer vor dem Abgrund trennt. Wir erreichen die Passhöhe und haben einen überwältigenden Ausblick. Ein kurzer Besuch im Hospiz und die Bildersammlung bewundert, dann geht es ein kleines Stück weiter, auf einer Art Hochebene bis zum nächsten Hospiz, kurz vor der Abfahrt. Es lohnt sich hier am Lago Bianco eine kleine Pause zu machen und mit dem Blick ins Valle delle Messi Kraft für die Abfahrt zu sammeln, denn was nun kommt, ist der absolute Hammer.

Schritttempo ist angesagt, denn das was wir hier vorfinden hat den Begriff Strasse wirklich nicht verdient. So breit wie ein PKW, teilweise ohne Randbefestigung mit freiem Blick in den Abgrund geht es am Hang entlang bergab. Minutenlange Halts sind angesagt, wenn sich PKWs, oder eine Goldwing mit einem PKW begegnen. Dann muss einer bis zur nächsten Bucht zurück rangieren. Wir brauchen für die paar Kilometer hinab nach Ponte die Legno fast eine 3/4 Stunde. Der Ausblick während der Abfahrt ist riesig, sollte jedoch die Vorsicht vor einem Absturz nicht nehmen.

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