Julierpass

 

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12. Februar 2013

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Julierpass

geöffnet

Passhöhe

von - nach

Länge

GPS - Koordinaten

durchgehend

2.284m

Tiefencastel - Silvaplana

45 km 

N 46°28´21”    E 009°43´41”

Detailkarte  detaillierte Paßkarte

Bildersammlung  Photos zum Paß

 

Detailkarte  Google Maps Karte

Julierpass Panorama 2010

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Der Julierpass, eigentlich ein alter Römerweg, ist seit 1840 eine moderne Strassenverbindung welche das Oberrheintal mit dem Engadin verbindet. Da der Pass mit zu den wichtigen Alpenstrassen zählt, wird versucht ihn das ganze Jahr über für den Verkehr offen zu halten. Die Julier Passtrasse war früher einmal Teil einer der wichtigsten Alpentransversalen im römischen Reich und führte von Comum (Como) über die Ostschweiz nach Chur und dann weiter nach Brigantinum (Bregenz) und Augusta Vindelicum (Augsburg). Dabei gab es für den Reisenden zwei Möglichkeiten. In Casaccia im Val Bregaglia (liegt zwischen Maloja und Chiavenna) über den Malojapass, Silvaplana und den Julierpass nach Bivio zu reisen, oder über die kürzere Verbindung, den Septimerpass. Zahlreiche Burgen im Domleschg (Rheintal zwischen Reichenau und Thusis) und Säumersiedlungen zeugen von dieser beschwerlichen Zeit.

Säumer waren zu dieser Zeit sogenannte Spediteure welche die Lasten von Ochsenkarren umluden und mit Maultieren den Transport über die Pässe übernahmen. Der Tourenfahrer sollte sich die Zeit nehmen und diese Bauten anzusehen, die zwischen Bonaduz - Thusis und in Tiefencastel noch eindrucksvoll zu bewundern sind. Thusis war damals eine bedeutende Säumersiedlung und bediente den Warenverkehr zum Julier- und Septimerpass als auch über den San Bernardino.

Julierpass PasshöheIn Thusis biegt man auf die Julier Passtrasse am südlichen Ortsende direkt hinter der MIGROS im Kreisverkehr in Richtung Sankt Moritz ab oder wählt von Chur kommend die Ausfahrt Thusis Süd. Man folgt dem Albulatal durch viele Kurven und etliche Tunnels bergauf bis Tiefencastel, wo die Julier Passtrasse geradeaus durch ein Wäldchen in gut ausgebauten Serpentinen nach oben führt. Kurz darauf wird das Hochtal Oberhalbstein (Surses) erreicht und man durchquert Savognin, ein kleines verschlafenes Örtchen. Im Tal verläuft die Strasse recht moderat ohne grosse Kurven. Das kleine Örtchen Sur wird erreicht. Hier windet sich die Julier Passtrasse rechts am Ort in einer lange Kurve vorbei und erreicht kurz darauf nach vielen kleinen Serpentinen den Lai da Marmorera. Das kleine Örtchen Marmorera wurde damals zur Bauzeit des Stausee umgesiedelt und befindet sich nun links oben am Hang. Wir befinden uns immer noch umgeben von satten Wäldern, was sich jedoch nach kurzer Zeit schlagartig ändert.

Nach dem Ort Bivio wird die Gegend steiniger und alpiner. Hier in Bivio trennt sich die Julier Passtrasse von der Septimer Passtrasse welche hier noch als ehemaliger römischer Weg nach rechts abzweigt. Wir folgen der Strasse des Julier am Ortsrand im Linksknick. Der Blick schweift weit über die Berge und kann den Strassenverlauf erkennen. Es geht wieder in vielen Serpentinen hinauf, vorbei am Hospiz hinauf zur Passhöhe, auf der lediglich ein Kiosk und ein Richtfunkmast zu finden sind. Das Hospiz liegt etwas unterhalb der Passhöhe und bietet örtliche Spezialitäten zu moderaten Preisen.

Die vielen grossen Felsen, geometrisch angeordnet zeugen noch von der alten Römerzeit. Zu erwähnen sind auch die beiden römischen Steinsäulen links und rechts der Passtrasse. Sie sollen dem Reisenden Glück und ein sichere Reise gewähren.

Die Abfahrt hinab nach Silvaplana ins Engadin ist relativ kurz, verglichen zur Auffahrt von Tiefencastel, liegt Silvaplane mit dem See doch um einiges höher als Thusis. In Silvaplana eröffnen sich dann multiple Möglichkeiten die Tour fortzusetzen. Im Kreisverkehr links abgebogen bringt einen über Sankt Moritz zum Berninapass, Albulapass, Flüelapass, Ofenpass, nach Livigno oder sogar das gesamte Inntal hinab bis zum Reschenpass. Rechts abgebogen geht es weiter über den Malojapass hinab nach Chiavenna und von dort entweder über den Splügenpass oder weiter hinunter zu den Oberitalienischen Seen.

 

 

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