Reschenpass

 

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12. Februar 2013

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Italien

Reschenpass

geöffnet

Passhöhe

von - nach

Länge

GPS - Koordinaten

durchgehend

1.508m

Pfunds (A) - Mals (I)

39 km 

N 46°50´12”  E 010°30´30”

Detailkarte  detaillierte Paßkarte

Bildersammlung  Photos zum Paß

 

Detailkarte  Google Maps Karte

Reschen Stausee

 

 

 

 

 

Der Reschenpass, Alpenübergang im Länderdreieck Schweiz/Österreich/Italien ist mit seinen 1.508m Höhe einer der niedrigsten Alpenübergänge überhaupt und wird daher von vielen Reisenden als willkommene Alternative zum Brennerpass gewählt. Aus dem Inntal kommend ist er sowohl vom Engadin, also von der Schweizer Seite her, über eine sehr schöne kleine Stichstrasse von dem kleinen Örtchen Martina her zu erreichen, oder von Österreich aus, von Landeck über Pfunds. Wie bereits erwähnt befinden wir uns hier im Dreiländereck zwischen Österreich, der Schweiz und Italien. Bekannt ist dieses Dreiländereck auch durch die Zollfreizone Samnaun, die man links abzweigend aus dem Inntal kommend zwischen Martina und dem Grenzübergang nach Österreich erreichen kann.

Der Reschenpass oder Passo di Résia beginnt aus Landeck herauf kommend kurz hinter dem Örtchen Pfunds nach der Überquerung des Inns. Von hier an steigt die Strasse stetig nach oben an der rechten Felswand des Inntals (in Flussrichtung gesehen) empor und windet sich durch etliche Tunnel und Lawinengallerien. Es lohnt sich auf halber Höhe auf der Steinbrücke kurz in die Haltebucht zu fahren und einen Blick hinab Inns Inntal zu ergattern, oder bei der Festung Nauders eine kurze Rast einzulegen bevor die Strasse aus dem Felsmassiv heraus die grüne Hochebene von Nauders erreicht.

Der Kirchturm im ReschenseeNoch zwei Serpentinen und die Strasse verläuft dann relativ unspektakulär über die Hochebene von Nauders um am Ortsende von Nauders sich mit der Strasse von Martina zu vereinen. Etwa 4km hinter Nauders erreichen wir den ehemaligen Grenzübergang zwischen Österreich und Italien. Das heutige Bild dieses Ortes ist nicht sehr schön, wurden doch die alten Gebäude nicht weiter entwickelt. Ein wenig Untergangstimmung macht sich breit. Wir fahren daher schnell weiter um schon allein den üblichen Souvenirshops mit kitschigem Ambiente und Waren aus China und Taiwan zu entkommen. Knapp 1.000m weiter erreichen wir die Passhöhe und kurz darauf das nette kleine Örtchen Reschen mit dem dahinter liegenden Reschensee.
Hier wurde eine komplette Siedlung in früheren Jahren unter politisch umstrittenen Umständen umgesiedelt und musste der damaligen Energiepolitik weichen. Heute ragt nur noch der Kirchtum aus dem Stausee heraus.

Wir verlassen das Örtchen Reschen und folgen der Pass Strasse weiter am linken Seeufer um schon nach kurzer Distanz auf einen kostenpflichtigen Parkplatz zu stossen. Hier wird die Geschichte des Reschensees anschaulich in einem kleinen Glaspavillion erläutert und man hat die Möglichkeit über einen kleinen Deich einmal durch den See, um den Kirchturm herum zu gehen. Voraussetzung ist natürlich ein nicht zu hoher Wasserstand im Stausee. Es lohnt sich selbst im Ferienmonat August hier kurz einmal anzuhalten, zumal es extra ausgewiesene Parkplätze für Motorräder hat. Die Reschenstrasse folgt dann weiter dem Stausee durch einige Lawinengallerien und fällt dann in sanften Kurven hinab in’s Vinschgau nach Südtirol ab. Zu bewundern sind dann noch die beiden Windenergieanlagen Prototypen der Firma Leitner aus Sterzing, welche hier den warmen, aus dem Vinschgau aufsteigenden Wind verwerten.

Es ist wenig empfehlenswert den Reschenpass in der Sommerzeit überqueren zu wollen um weiter durch den Vinschgau nach Meran vorzudringen. Hier reiht man sich sonst unten im Vinschgau ein in eine endlose Karavane von Urlaubern, Wohnmobilen, Bussen und Autos. Wie man in den Monaten Juli und August das Vinschgau allgemein meiden sollte. In den Monaten Mai und September hingegen ist das Vinschgau beinahe leergefegt. Nutzt man jedoch den Reschenpass lediglich im Rahmen einer Rundtour um dann nach rechts entweder über das Stilfserjoch, den Umbrail- oder Ofenpass weiter zu reisen, dann stellt dies kein Engpass dar. In Malles Venosta biegt man einfach nach rechts auf eine kleine Querstrasse ab und quert durch nette kleine italienische Dörfer mit engen Gassen kurz hinüber ins Val Mustair oder zum Stilfser Joch.

Interessante regionale Links zum Reschenpass - Passo di Résia