San
Bernardinopass

 

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12. Februar 2013

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Schweiz

San Bernardino Pass

geöffnet

Passhöhe

von - nach

Länge

GPS - Koordinaten

Mai - November

2.065m

Hinterrhein - Soazza

32 km 

N 46°29´47”    E 009°10´16”

Detailkarte  detaillierte Paßkarte

Bildersammlung  Photos zum Paß

 

Detailkarte  Google Maps Karte

San Bernardino Panorama

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Eigentlich beginnt der San Bernardino Pass auf der Nordseite schon in Thusis, vorausgesetzt man findet den Einstieg zur Via Mala. Thusis, eine alte Säumersiedlung und Knotenpunkt im Römerreich zum Julier- und Septimerpass hatte nicht die Bedeutung, da der Weg durch die Via Mala Schlucht, wie es der Name schon sagt, sehr beschwerlich war und lange nur mit Maultieren begangen werden konnte. Auf dieser alten Passtrasse, welche absolut die schönere Variante ist, quälen sich heute noch die Postbusse hinauf zum Hospiz. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit die Schnellstrasse zu nutzen, nur dann versäumt man all die schönen verträumten Stellen auf dem Weg zur Passhöhe.

Bernardino PasshöheDurch die Via Mala windet sich die alte Passtrasse entlang einer schönen und wilden Landschaft, weiter immer am Hinterrhein entlang, vorbei an kleinen Bergdörfern bis nach Hinterrhein, wo die Schnellstrasse im Tunnel verschwindet und der eigentliche Passanstieg beginnt. Es lohnt kurz an der Via Mala zu parkieren und sich von den Touristenströmen nicht irren zu lassen. Im unteren Ende der offenen Schlucht, direkt nach dem Tunnel und über die erste Brücke links kann man noch Reste der alten Passtrasse und den alten Brückenkopf erkennen. Ruhig auch mal zu Fuss am Touristenrummel vorbei, durch die Lawinengalerie und zur alten Steinbrücke, welche die Schlucht im oberen Teil überspannt. Dort befindet sich in zwei Felsenkellern eine schöne Ausstellung und man kann hinter die Felsenkeller gehen.

Nach der Via Mala erreichen wir ein Hochtal mit den beiden Ortschaften Zillis und Andeer. Verpasst es nicht Euch die Kirche St. Martin in Zillis anzusehen und direkt anschliessend die Ausstellung im Gebäude der Post von Zillis. Ihr erfahrt nicht nur sehr viel über die Holzdecke der Kirche, sondern auch über Staudammprojekte am Grimsel Wissenswertes. Nehmt den Weg durch Andeer, es lohnt sich. Nicht nur wegen der alten Architektur, sondern auch wegen der Sennereien mit dem überaus üppigen Angebot an Berg- und Alpkäsen. Nach Andeer unterquert die alte Passtrasse die Schnellstrasse und steigt bei Bärenburg weiter an. Vorbei am ersten Stausee der Kraftwerke Hinterrhein, zu deren Verbund auch der Lago di Lei gehört wird die Rofflaschlucht mit dem dazu gehörigen Gasthaus erreicht. Kurze Pause – den Rheinfall besichtigt – einen absolut göttlichen Rösti verdrückt und wir folgen der Schlucht weiter bergan vorbei am Abzweig nach Juf und zum Lago di Lei, vorbei an der Festung und dem Stausee bis nach Splügen. Hier zweigt die Splügenpasstrasse links ab, der wir heute aber nicht hinüber ins Bergell nach Chiavenna folgen.

Durch die Ortschaften Mädels, Nufenen und Hinterrhein erreichen wir den Parkplatz vor dem Tunnelportal und folgen der alten Passtrasse stets bergauf. Der erste Anstieg erfolgt Serpentine um Serpentine, immer mit Blick zum Tal. Oben am Pass angekommen wundert man sich ob der vielen Motorradfahrer hier oben. Was wenige wissen und doch häufig praktiziert wird ist das Pass Racing. Von Hinterrhein rauf auf den Pass, auf der anderen Seite runter, durch den Tunnel zurück, und wieder hoch. Dank des geringen Autoverkehrs eine Sportart, die nicht nur von Schweizer Töff Piloten genutzt wird.

Passhöhe HospizAuf der Passhöhe breitet sich ein kleiner See gegenüber dem Hospiz aus und blickt man in Richtung Süden, so kann man die Wärme vom Tessin herauf schon förmlich spüren. Die Abfahrt auf der Südseite ist gut ausgebaut, jedoch schmal. Hat man sich bis Bernardino hinab gekurvt, sollte ein Besuch beim örtlichen Kiosk nicht fehlen. “It´s cool men” aus der Milka Werbung ist der Eigentümer und manchmal sogar zu einem längeren Gespräch bereit. Weiter geht es bergab. Entweder wieder über die Schnellstrasse, oder weiter der alten Passtrasse folgend. Über Pian San Giacomo kann man der alten Passtrasse bis hinein nach Bellinzona folgen, oder jederzeit über die Schnellstrasse, welche so gut wie parallel läuft, abkürzen. Wir schaffen es immer bis zur Hälfte, dann heißt es anhalten und Klamotten wechseln, da die Temperatur im Tessin bis Bellinzona im Sommer auf über 35 Grad ansteigt.

Alternativ führt ein 6.596m langer Tunnel durch den Berg. Daher ist der San Bernardino Pass in der Regel das ganze Jahr über befahrbar und verbindet den Hinterrhein mit dem Misox und dem Tessin. Was wir auch des öfteren sehen - Sozia auf dem Pass am Hospiz zum Cappucino abgesetzt, dann den Pass südlich runter bis San Bernardino Dorf, durch den Tunnel und nördlich wieder auf den Pass hinauf. Die Passtrasse des San Bernardino ist insgesamt immer in einem guten Zustand und sehr übersichtlich, jedoch schneiden auf der südlichen Flanke PKW Lenker gerne die Kurven. Also aufgepasst.

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